{"id":291,"date":"2018-09-29T21:05:26","date_gmt":"2018-09-29T19:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/?p=291"},"modified":"2018-09-29T21:08:11","modified_gmt":"2018-09-29T19:08:11","slug":"finnland-2015-oulu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/2018\/09\/29\/finnland-2015-oulu\/","title":{"rendered":"Finnland 2015 &#8211; Oulu"},"content":{"rendered":"\n<p><em>&#8211; by Flemming G\u00f6tz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Herzlich Willkommen auf meinem Blog!<\/h1>\n\n\n\n<p>Ich werde n\u00e4chste Woche Sonntag nach Oulu (Finnland) fliegen, um dort mein Auslandssemester zu absolvieren und habe mir vorgenommen euch auf diesem Blog an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen. Es w\u00fcrde mich freuen, wenn ihr ab und zu mal hier vorbeischauen w\u00fcrdet!<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Morgen geht es los!<\/h1>\n\n\n\n<p>Morgen geht es los! Meine Koffer sind gepackt. Ich habe mich darauf beschr\u00e4nkt, einen 23 Kg Koffer und einen 8 Kg Trolli im Handgep\u00e4ck mitzunehmen. Die Gewichtsgrenzen habe ich mit 22,76 Kg und 7,69 Kg laut der Kofferwaage (Danke Michael!) gerade so einhalten k\u00f6nnen. Nachdem ich auf einige Dinge verzichtet (Getr\u00e4nke) und etwas hin und her ger\u00e4umt habe, sollten sie mich nun in den Flieger lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Voller-Koffer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-292\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Voller-Koffer.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Voller-Koffer-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Voller-Koffer-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Voller-Koffer-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Voller Koffer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Um 11:45 Uhr startet mein Flieger von Frankfurt nach Helsinki. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der finnischen Hauptstadt geht es dann weiter nach Oulu. Dort werde ich vier Monate an der \u201eUniversity of Oulu\u201c studieren und ein Auslandssemester absolvieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Vater fragt mich andauernd: \u201eNa, bist du schon aufgeregt?\u201c. Nein, ehrlich gesagt bin ich das nicht! Vielleicht weil ich bis jetzt keine Zeit dazu hatte. Ich war zu sehr mit meiner Bachelorarbeit besch\u00e4ftigt, um mir \u00fcber irgendwelche Gedanken zu machen. Vielleicht kann ich mir aber auch noch gar nicht richtig vorstellen, dass ich morgen Abend bereits in einer \u201ev\u00f6llig anderen Welt\u201c sein werde. Das ich mich nicht wirklich umfangreich \u00fcber mein Reiseziel informiert habe, macht mir auch keine Sorgen. Nein, im Gegenteil. Ich habe bewusst darauf verzichtet, mir Blogs und Berichte von Studierenden durchzulesen, die bereits ein Auslandssemester in Oulu absolviert haben. Ich m\u00f6chte meine eigenen Eindr\u00fccke gewinnen und so unbefangen wie m\u00f6glich an die Sache herangehen. Die Berichte und Blogs von anderen Studierenden werde ich dann sp\u00e4ter lesen, um sie mit meinen eigenen Eindr\u00fccken zu vergleichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um zu beweisen, dass ich nicht viel \u00fcber Finnland weiss, werde ich im Folgenden ein kurzen Einblick in mein d\u00fcrftiges Wissen \u00fcber das Land geben. Ich bin sehr gespannt, inwiefern sich meine Kenntnisse \u00fcber das Land im Laufe der folgenden Wochen erweitern werden beziehungsweise welche Vorurteile sich best\u00e4tigen oder auch nicht best\u00e4tigen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>1. In Finnland ist es kalt<br \/>2. Finnen lieben es in die Sauna zu gehen<br \/>3. Finnland hat ein sehr gutes Bildungssystem<br \/>4. Finnen sind eher verschlossen und introvertiert<br \/>5. Finnen lieben Ice Hockey<br \/>6. Finnen sind sportlich (Langlauf, Biathlon, Ski springen etc.)<br \/>7. Die Finnen sind verr\u00fcckt<br \/>8. Finnen sollen sehr viel trinken<br \/>9. In Finnland ist Alkohol angeblich sehr teuer<br \/>10. In Finnland gibt es Elche und Rentiere<br \/>11. Die Uhreinwohner dort hei\u00dfen \u201eSamen\u201c<br \/>12. Finnen sehen sich nicht als Skandinavier<br \/>13. Die finnische Sprache ist sehr\u2026 speziell<br \/>14. Die Finnen m\u00f6gen Fisch<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht habt ihr \u00e4hnliche Vorstellungen von diesem Land, falls ihr noch nie da gewesen seid. Ihr k\u00f6nnt diesen Blogeintrag gerne kommentieren und erg\u00e4nzen. Ich w\u00fcrde mich freuen! In meiner Rolle als inoffizieller Botschafter der Stadt Koblenz werde ich mich darum bem\u00fchen, die Beziehungen von Oulu und Koblenz zu verbessern. Wenn ihr etwas \u00fcber Finnland wissen m\u00f6chtet, werde ich einen oder mehre Finnen fragen, um eure Frage(n) zu beantworten!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Reise nach Oulu<\/h1>\n\n\n\n<p>Der Wecker klingelt. Ich merke, dass ich nicht so tief geschlafen habe. Irgendetwas ist anders heute. Ach ja richtig, ich fliege gleich nach Finnland und werde die n\u00e4chsten vier Monate irgendwo anders aufwachen! Ich wollte ja eigentlich ganz cool bleiben, aber etwas aufregend ist es dann doch schon. Nach einem kurzen Fr\u00fchst\u00fcck geht es \u00fcber die A3 in Richtung Frankfurt-Hahn. Als die ersten startenden und landenden Flugzeuge in Sicht kommen, steigt allm\u00e4hlich das Reisefieber. Ich habe den Vorteil von Terminal 2 abzufliegen. Das ist nach den Beschreibungen meines Vaters noch das harmloseste was der Frankfurter Flughafen so zu bieten hat. Meine Mutter beschreibt mir, wie sie sich mal in Terminal 1 verlaufen hat. Ganz sch\u00f6n gro\u00df dieser Flughafen! Der gr\u00f6\u00dfte, den ich am heutigen Tag zu Gesicht bekommen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich bereits Online eingecheckt habe, muss nur noch das Gep\u00e4ck abgegeben werden. Leider ist die Schlange vor dem Finair Schalter relativ lang. Ich sehe etwas neidisch zu dem Emirate Airlines Schalter her\u00fcber. Vor dem Schalter liegt ein Teppich. Neben diesem stehen goldene Begrenzungspfeiler.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00f6re um mich herum auch verschiedene Sprachen, die ich alle ungef\u00e4hr einordnen kann. Italienisch, Spanisch, Franz\u00f6sisch, Englisch und irgendetwas asiatisches. Zum ersten Mal h\u00f6re ich die finnische Sprache, weil sich vor mir zwei Finnen unterhalten. Das klingt ja lustig! Die finnische Sprache kann man also per Ausschlussverfahren erkennen. Wenn ich eine Sprache nicht einordnen kann, muss das wohl finnisch sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich endlich den Schalter erreicht habe, darf ich meinen Koffer auf das Gep\u00e4ckband legen. Die Waage zeigt 22,6 Kg und ich atme erleichtert auf. Ich darf alles mitnehmen. Mein Gep\u00e4ck wird auch \u201edurchgeroutet\u201c. Das bedeutet, ich muss mein Gep\u00e4ck in Helsinki nicht suchen und nochmal f\u00fcr den Flug nach Oulu aufgeben. Sehr gut. Es ist 10:10 Uhr. Ich verabschiede mich von meinen Eltern, die mir noch die letzten guten Ratschl\u00e4ge (Nummer 426, 427 und 428) auf den Weg geben. Ich bin traurig, weil ich mich verabschieden muss. Auf der anderen Seite aber auch etwas erleichtert, weil ich mir keine guten Ratschl\u00e4ge mehr anh\u00f6ren muss. Ich gehe zum Boarding, passiere erfolgreich und mit einem etwas mulmigen Gef\u00fchl den \u201eK\u00f6rperscanner\u201c (Die NSA hat jetzt bestimmt ein Nacktfoto von mir!) und lasse mich abtasten. Hey Leute, sehe ich vielleicht wie ein Terrorist aus? Naja gut, gleiches Recht f\u00fcr alle.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich alle meine Sachen wieder eingepackt habe, f\u00e4llt mein Blick auf den Duty Free Shop. Ich habe noch etwas Zeit und schlendere hindurch. Hat man mir nicht erz\u00e4hlt, dass Alkohol in Finnland so teuer w\u00e4re? Na gut, sicherheitshalber nehme ich noch eine Flasche Whiskey mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach warte ich auf meinen Flieger und lese sehr liebe Abschiedsgr\u00fc\u00dfe und aufmunternde Kommentare. Die Leute scheinen doch erleichtert zu sein, dass ich nun tats\u00e4chlich fliege! Um 11:10 Uhr wird der Flug nach Oulu aufgerufen und die Passagiere des Flugs AY822 werden, nach einer Ticket-Kontrolle, in den Warteraum des Gates gelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich setze mich neben ein vollgepacktes M\u00e4dchen und lerne nach einer kurzen allgemeinen Floskel (\u201eIst ja schon ganz sch\u00f6n warm hier!\u201c) Julia kennen, die auf dem Weg nach Finnland ist, um ihr Auslandssemester in Romaniemi zu absolvieren. Das Gespr\u00e4ch f\u00e4llt nicht schwer, da sie dieselben \u201eBedenken\u201c hat wie ich. Sie kann zu dem noch weniger Finnisch als ich. Was mich zugegebenerma\u00dfen schon beeindruckt hat, denn ich konnte zu dem Zeitpunkt nur \u201eKippis\u201c (Prost), \u201eYksi, Kaksi, Kolme\u201c (Eins, Zwei, Drei \u2013 Wie auch immer das geschrieben wird) und \u201eMoi\u201c (Hallo). Nachdem ich mit ihr mein gesamtes Wissen \u00fcber die finnische Sprache geteilt habe, geht es auch schon los und wir steigen in den Flugapparat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Reise-hin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-295\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Reise-hin.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Reise-hin-225x300.jpg 225w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Reise-hin-600x800.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Bullauge<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Fliegen ist toll! Ich merke, dass ich viel zu lange nicht mehr geflogen bin. Klarer Himmel, keine Wolke und der Luftbus tr\u00e4gt uns nach Norden. Unter mir sehe ich das dicht besiedelte Deutschland. Etwas Wald, viele Felder und sehr viele H\u00e4user und Stra\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flug.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-297\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flug.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flug-225x300.jpg 225w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flug-600x800.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Deutschland von oben<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine nette Flugbegleiterin spricht mich an. Ich schaue sie verdutzt und in Gedanken versunken an. Sie spricht mich erneut an. Der nette Mann neben mir erkl\u00e4rt mir auf Englisch, dass ich die \u201eJalousie\u201c des Nachbarfensters hoch ziehen soll. Die Stewardess entschuldigt sich daf\u00fcr, dass sie mich f\u00fcr einen Finnen gehalten hat. Kein Problem. Das wird mir wohl in den n\u00e4chsten Monaten noch \u00f6fter passieren und ist wohl meinem skandinavischen Aussehen zu zurechnen. Wenigstens kann ich mich dann gut \u201everstecken\u201c, wenn ich m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich unterhalte mich mit meinem Sitznachbarn. Er ist Finne, fliegt sehr viel und vertritt ein Unternehmen f\u00fcr Pharma- und Kosmetik Produkte. Von seinen vierunddrei\u00dfig Fl\u00fcgen ist er dieses Jahr nur zwei Mal \u201eEconomy\u201c geflogen. Gestern hat er sich mit dem EU Botschafter von Singapur unterhalten und vorgestern hat er mit dem B\u00fcrgermeister von Neu-Delhi gegessen. Mmmh, da kann ich nicht mithalten. Das Gespr\u00e4ch ist trotzdem sehr gut und wir vertreten die gleichen politischen Ansichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und schon erreichen wir Helsinki. Hier liegen f\u00fcnf Stunden Aufenthalt vor mir. Es ist deutlich k\u00e4lter als in Frankfurt. Circa 16 Grad. Ich bin froh mich heute morgen doch f\u00fcr eine lange Hose entschieden zu haben. Wir haben 15:10 Uhr und mein Flug nach Oulu geht um 20:20 Uhr. Nach einem Kaffee f\u00fcr 3,40 Euro und einem kleinen Sandwich f\u00fcr 5,20 Euro merke ich, dass mir das Leben im Flughafen auf Dauer zu teuer w\u00e4re. Vielleicht ist es doch besser, weiter zu fliegen! Nach weiteren zwei Stunden habe ich alles vom Flughafen Helsinki \u2013 Vantaa gesehen und f\u00fchle mich wie Tom Hanks in \u201eTerminal\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck gibt es \u201eFee Wi-Fi\u201c und ich kann mich etwas mit der Heimat unterhalten. Endlich beginnt das Boarding und ich darf in den kleinen A319 steigen, der mich nach Oulu bringen soll. Ich verlasse den internationalen Flughafen von Helsinki, auf dem man sich auch noch irgendwie international f\u00fchlt, da s\u00e4mtliche Sprachen zu h\u00f6ren sind. Ich steige in eine Maschine in der \u00fcberwiegend Finnisch und wohl auch ein wenig Englisch gesprochen wird und realisiere, dass ich jetzt mich gleich wirklich in einem v\u00f6llig fremden Land befinden werde. Ich kann nicht mehr damit rechnen verstanden zu werden oder andere Personen zu verstehen. Naja, einfach nett l\u00e4cheln! Das wird schon helfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flugzeug.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-293\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flugzeug.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flugzeug-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flugzeug-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Flugzeug-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>AY359<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Keuchend schiebt meine Sitznachbarin ihre Tasche unter ihren Vordersitz. Ihren Trolli hat sie bereits in der Gep\u00e4ckablage verstaut. Ich muss schmunzeln und erahne, dass ihr Handgep\u00e4ck wohl mehr als mein gesamtes Gep\u00e4ck wiegen muss. Nat\u00fcrlich helfe ich ihr und verdiene mir damit das n\u00e4chste Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p>Fliegen ist toll! Habe ich das eigentlich schon erw\u00e4hnt? Das w\u00fcrde ich gerne das ganze Jahr machen. Die Landschaft von oben betrachten und mich mit v\u00f6llig fremden Menschen unterhalten. Ich schreibe dann ein Buch mit Kurzgeschichten. Keine schlechte Idee oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sie mir von einer Motorradtour in Norwegen erz\u00e4hlt hat, von ihrem Mann und seinem Job und wir uns \u00fcber Oulu unterhalten haben, werden wir auch schon aufgefordert unsere Gurte zu schlie\u00dfen, weil wir in wenigen Minuten in Oulu landen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1277\" height=\"958\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freiheit.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-294\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freiheit.jpg 1277w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freiheit-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freiheit-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freiheit-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freiheit-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>\u00dcber den Wolken \u2013 Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Flug war wieder klasse. Wieder keine Wolken. Goldenes Licht von der untergehenden Sonne und eine Landschaft, bei der einem die Kinnlade herunterf\u00e4llt! Zahllose Seen und dichter Wald. Dazwischen ein paar einsame Stra\u00dfen und kleine Ansammlungen von H\u00e4usern. Traumhaft. Auch wenn ich Deutschland mag, gef\u00e4llt mir dieser Anblick wesentlich besser. Wenn ich gekonnt h\u00e4tte, w\u00e4re ich gerne nochmal nach Helsinki und wieder nach Oulu geflogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Flugh\u00e4fen werden wohl immer kleiner, je weiter man sich von Frankfurt entfernt. Helsinki, war noch etwas gr\u00f6\u00dfer. Der Flughafen in Oulu wirkt dagegen sehr klein und das Terminal ist nahezu leer. Ich hole mein Gep\u00e4ck ab und freue mich, dass auch mein Koffer den Weg nach Oulu gefunden hat. Am Ausgang wartet bereits ein freundlicher Taxi-Fahrer mit meinem Namen (Danke Papa!).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Transporter.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-296\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Transporter.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Transporter-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Transporter-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Transporter-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>The Transporter<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich werde zu meinem Hotel gefahren. Es sieht etwas d\u00fcrftig aus. Aber ich bleibe ja nur zwei N\u00e4chte und darf dann hoffentlich mein Zimmer im Studentenwohnheim beziehen. Nach einer sehr sch\u00f6nen Reise knipse ich das Licht aus und denke mir: \u201eIch sollte wirklich \u00f6fter in der Welt herumfliegen!\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Willkommen in Oulu<\/h1>\n\n\n\n<p>Rrrriing rrriiing. Arrgh, dummer Wecker! Mmmh, wo bin ich denn hier? Achja richtig: Oulu, Forenom Hotelli, Zimmer 201.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hotel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-303\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hotel.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hotel-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hotel-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hotel-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Mein Hotelzimmer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich erinnere mich an ein Plakat, das ich gestern auf dem Weg vom Flughafen zu meinem Hotel gesehen habe: \u201eOulu, die Hauptstadt des n\u00f6rdlichen Skandinaviens\u201c. Ich habe den Namen dieser Stadt ehrlich gesagt auch noch nie geh\u00f6rt, bevor ich mich \u00fcber unsere ERASMUS Partner-Universit\u00e4ten informiert habe und bin sehr gespannt, was die Stadt zu bieten hat. Im Tageslicht wirkt das Innere des Hotels, in dem ich aufgewacht bin, relativ sauber und modern. Bevor ich \u00fcberlegen kann was ich an meinem ersten Tag in Oulu alles tun m\u00f6chte, meldet sich mein Magen und fordert mich auf nach Essen zu suchen. Da ich kein Fr\u00fchst\u00fcck gebucht habe, bin ich gezwungen das \u201eForenom Hotelli\u201c zu verlassen und gehe einfach mal drauf los. Nat\u00fcrlich vermeide ich es zu oft die Richtung zu wechseln, da meine Orientierung noch \u00e4u\u00dferst d\u00fcrftig ist. Ich gehe auf gut Gl\u00fcck die n\u00e4chste Stra\u00dfe herunter und werde f\u00fcndig: Ein sehr h\u00fcbsch eingerichtetes Kaffee! Ich trete ein und werde gleich darauf von einer netten Dame mit \u201eTervetuloa!\u201c (Willkommen) begr\u00fc\u00dft. \u201eHey, sorry but do you speak English?\u201c. Nat\u00fcrlich spricht sie Englisch. Wie ich bald merke tun das hier fast alle sehr gut! Sie erkl\u00e4rt mir, dass ich mir mein Fr\u00fchst\u00fcck selbst zusammenstellen kann und dann bei ihr bezahle. Wow, dass sieht lecker aus! Die Finnen scheinen eher s\u00fc\u00df zu Fr\u00fchst\u00fccken, denn ich sehe verschiedene Teilchen und Croissants. Ich w\u00fcrde am liebsten direkt alles ausprobieren. Ein kurzer Blick auf die Preisschilder h\u00e4lt mich davon ab. Das Croissant kostet 2,50 Euro, eines der Teilchen 2,20 Euro und ein Kaffee 2 Euro. Na gut, dann wird es eben einen \u201eitalienisches\u201c Fr\u00fchst\u00fcck und ich nehme mir einen Kaffee und ein Teilchen. Das Preisniveau in Finnland scheint wohl doch etwas h\u00f6her zu sein, als in Deutschland. Vielleicht auch die L\u00f6hne? Neben mir sitzen zwei M\u00e4nner von der M\u00fcllabfuhr und fr\u00fchst\u00fccken gem\u00fctlich. Ich genie\u00dfe mein Fr\u00fchst\u00fcck. Im Hintergrund l\u00e4uft Jack Johnson. Gar nicht so verkehrt hier! Nach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck gehe zur\u00fcck zum Hotel. Ich habe mich dort mit Rita verabredet. Meiner \u201eKumni\u201c. Sie wird mir hoffentlich dabei helfen, mich in Oulu zurecht zu finden. Ich sehe sie bereits aus der Ferne. Ein kleines blondes M\u00e4dchen mit Brille steht vor dem Hotel(li). Sie ist komplett in schwarz gekleidet und schaut mich mit einer, f\u00fcr Finnen wohl \u00fcblichen, neutralen Mimik an. Ich gehe rheinl\u00e4ndisch l\u00e4chelnd auf sie zu und begr\u00fc\u00dfe sie: \u201eRita? (Sie nickt) Moi, mik\u00e4 kuuluu?\u201c (Hallo, wie geht es dir?). Ihr Mundwinkel zucken leicht nach oben (Sie scheint mich ansatzweise verstanden zu haben) und antwortet auf Finnisch. Als sie meinen fragenden Blick sieht, beginnt sie Englisch zu sprechen. Gutes Englisch. Besser als meins. Hier eine kurze Zusammenfassung: Rita ist 24, verheiratet, stammt aus Kuusamo, studiert parallel \u201eLiteratur\u201c und Wirtschaftsinformatik und spricht Russisch, Englisch und Japanisch. Nicht schlecht. W\u00e4hrend Sie mir all das sehr sachlich erz\u00e4hlt, schlendern wir durch die Stadt. Ab und zu zeigt sie auf ein Geb\u00e4ude und erkl\u00e4rt mir worum es sich handelt (Rathaus, Kirche, Einkaufsstra\u00dfe, Versammlungshalle, g\u00fcnstiges Restaurant etc.). Die Stadt wirkt sehr sauber. Es gibt einige \u00e4ltere Geb\u00e4ude, die gut in Schuss gehalten worden sind. Die Innenstadt ist klein und \u00fcbersichtlich. Alle Stra\u00dfen sind gerade angelegt und erinnern etwas an eine amerikanische Gro\u00dfstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich dr\u00fccke gelegentlich meine Bewunderung \u00fcber das ein oder andere Geb\u00e4ude aus. Rita antwortet jedes Mal mit einem kurzen \u201eMmmh\u201c. Ich versuche aus ihrer Mimik zu entziffern, was sie damit meint. Stimmt sie mir zu oder eher nicht? Keine Chance. Finnen scheinen ein sehr gutes Pokerface zu haben! Das \u201eMmmh\u201c scheint wohl so etwas zu bedeuten wie \u201eNachricht empfangen\u201c. Die Aussage wird neutral im Rauen stehen gelassen und muss jetzt nicht unbedingt kommentiert werden. Wenn ich eine Antwort haben m\u00f6chte, muss ich den Satz wohl als Frage formulieren. Unabh\u00e4ngig von der etwas einseitigen Kommunikation verstehen wir uns aber gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Nachmittag kommen zwei Kommilitonen der Universit\u00e4t Koblenz-Landau in Oulu an. Nick und Tom. Leider schaffe ich es nicht sie beim Flughafen abzuholen, weil Rita nicht weiss wo der Bus abf\u00e4hrt. Sie f\u00e4hrt haupts\u00e4chlich Fahrrad. Letztendlich werden wir f\u00fcndig. Die Busse fahren durch die Innenstadt und meiden den Hauptbahnhof. Etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Ich rufe die Beiden an und teilen ihnen mit welchen Bus sie nehmen und wo sie aussteigen sollen. Ich warte auf Nick und Tom. Rita holt in der Zwischenzeit eine Austauschstudentin aus ihrer Gruppe, die in einem nahegelegenen Hotel wohnt. Nach einiger Zeit kommt sie zur\u00fcck und stellt mir \u201eDelphine\u201c vor. Sie kommt aus Frankreich und spricht ein umwerfend dialekthaltiges Englisch. Ich suche in den tiefen meines Ged\u00e4chtnisses und krame ein paar Brocken vermoderndes Schulfranz\u00f6sisch hervor. Sie l\u00e4chelt Nach ein paar Minuten kommen die beiden \u201eKoblenzer\u201c hinzu und ich werde mit einem grinsenden \u201eGude\u201c begr\u00fc\u00dft. Ich bin ja noch nicht lange in Finnland, aber das habe ich schon vermisst. Wir bringen das Gep\u00e4ck der beiden ins Hotel und gehen gemeinsam durch die Stadt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-302\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>(Von links nach rechts) Delphine, Tom und Nick<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg Richtung Hafen kommen wir zu einem kleinen Platz mit dem Maskottchen der Stadt \u201eToril Poliisi\u201c. Es ist eine Statue in Form eines relativ korpulenten Polizisten. Rita erz\u00e4hlt, dass man sich erz\u00e4hlt die Statue w\u00e4re zum Spott der Polizei von Oulu aufgestellt worden, weil sie sich bei der \u00f6rtlichen Verbrechensbek\u00e4mpfung recht bescheiden angestellt haben soll. Sie gibt uns den Ratschlag unser Fahrrad immer abzuschlie\u00dfen, denn ein unabgeschlossenes Fahrrad w\u00fcrde in Oulu ziemlich z\u00fcgig den Besitzer wechseln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-301\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-2.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freunde-2-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Rita, Toril Poliisi und der Markt von Oulu<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir gehen weiter und betrachten den Markt von Oulu, der sich gleich neben dem dicken Polizisten befindet. Nach ein paar weiteren Schritten gelangen wir zum kleinen Hafen von Oulu. Er sieht nicht gerade aus wie \u201edas Tor zur Welt\u201c, aber hat doch seinen Charme.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wasser.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-298\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wasser.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wasser-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wasser-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wasser-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Der Hafen von Oulu<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Direkt neben dem Hafen befindet sich das Stadttheater und die Bibliothek. Die Aussicht ist sehr sch\u00f6n und wir beschlie\u00dfen auf jeden Fall mal mit einem Bot raus zufahren, um uns die Stadt vom Wasser aus anzuschauen. Nachdem wir uns in aller Ruhe unterhalten haben steht ein Kumni-Wechsel bevor.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Freund.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-300\" \/><figcaption>Gepflegte Konversation am Kai<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Rita muss gehen und wir bedanken uns f\u00fcr die tolle Betreuung. Daf\u00fcr kommt der Kumni von Nick und Tom. Er heisst \u201eJuho\u201c. Nachdem wir ein weibliches Exemplar dieser, auf den ersten Blick etwas seltsamen aber sehr interessanten, finnischen Spezies kennengelernt haben, folgt nun ein m\u00e4nnliches. \u201eJuho\u201c ist ebenfalls blond, relativ gro\u00df gewachsen und gut angezogen. Er begr\u00fc\u00dft und kurz und knapp mit stoischer Miene und schl\u00e4gt sofort danach vor Bier zu kaufen und sich vor eines der Lokale zu setzen. Sympathischer Kerl. Wieder sind wir etwas von dem finnischen Preisniveau geschockt. Sechs Euro f\u00fcr ein Bier. *Schluck*. Daf\u00fcr bekommt man daheim ja fast einen ganzen Kasten. Naja, was soll der Geiz. Wir sitzen vor einem sch\u00f6nen Panorama, lernen Juho kennen und genie\u00dfen (wirklich) jeden Schluck von unserem Bier. Juho studiert an der Oulu Business School, geht gerne in die Sauna (wer h\u00e4tte das gedacht?) und feiert gerne. Er erz\u00e4hlt uns von vielen vergangenen und zuk\u00fcnftigen Partys. Begeistert spricht er von dem Stadtfest. Dort sitzen die Leute auf Tischen und trinken zusammen. Es gibt Pausen, bei den man aufstehen darf, um auf Toilette zu gehen. Muss man au\u00dferhalb der Pause auf Toilette drohen einem Strafen. Beispielsweise soll man einen halben Liter warmes Wasser trinken oder vor allen anderen ein halbes H\u00e4hnchen verspeisen. Dabei wird man dann ausgelacht. Okay. Wir schauen uns gegenseitig an, versuchen unsere \u201eBegeisterung\u201c zu unterdr\u00fccken und nicken freundlich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Essen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-299\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Essen.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Essen-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Essen-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Essen-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Mjammjam<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Juho zeigt uns ein sehr gutes und ausnahmsweise auch relativ g\u00fcnstiges Burger-Restaurant. Er verl\u00e4sst uns und wir essen dort gem\u00fctlich zu Abend. Ein sch\u00f6ner erster Tag, mit vielen Eindr\u00fccken von der Stadt und der finnischen Kultur!<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Ankommen und Umziehen<\/h1>\n\n\n\n<p>Nach zwei N\u00e4chten im Forenum Hotelli war es endlich so weit. Der offizielle Semesterstart stand bevor und auch mein Umzug in ein Studentenwohnheim. Wir (Delphine, Nick, Tom und Flemming) waren um 13:00 Uhr mit Juho verabredet. Der Pate (\u201eKumni\u201c) von Nick und Tom hatte sich freundlicherweise dazu bereit erkl\u00e4rt ein Auto zu organisieren und uns zusammen zur Universit\u00e4t von Oulu zu fahren. Wir stehen vor dem (nicht gerade beeindruckenden) Hauptbahnhof der Stadt und halten Ausschau nach einem BMW. Wir hatten nat\u00fcrlich am Tag zuvor \u00fcber das beliebteste Exportgut der Bundesrepublik gesprochen. Das Thema hatte Begeisterung bei Juho ausgel\u00f6st. Nachdem wir ein paar Minuten die Rautatienkatu (dt. \u201eEisenstra\u00dfe\u201c) beobachtet haben und einige andere deutsche Autos gez\u00e4hlt haben, biegt ein 3er um die Ecke. Juho steigt mit einem dezenten stolzen l\u00e4cheln aus dem Auto und begr\u00fc\u00dft uns. Wir schauen auf das Auto. Auf unser Gep\u00e4ck. Und wieder aufs Auto. Tolles Auto, aber es k\u00f6nnte doch etwas eng werden! Wir lassen uns nicht abhalten es dennoch zu versuchen, denn der Weg mit dem Bus w\u00e4re laut Juho um einiges l\u00e4nger und beschwerlicher. Schlie\u00dflich sitzen alle drin. Jeder hat ein Gep\u00e4ckst\u00fcck auf dem Scho\u00df. Juho kann leider nur noch gerade aus schauen, denn auf dem Beifahrersitz stapeln sich Koffer. Darunter befindet sich Nick. Er hat seine R\u00fcckenlehne komplett nach hinten gestellt. Sie liegt auf meinen Beinen und ich habe M\u00fche das Gep\u00e4ck und Nick davon abzuhalten mich zu zerquetschen. Juho z\u00fcndet den Motor und f\u00e4hrt los. Der etwas \u00e4ltere 3er hat jetzt noch mehr Stil als vorher: Voll konkret tiefergelegt, ne ;-). Wir sprechen (etwas gepresst) \u00fcber die, in den n\u00e4chsten Stunden stattfindende, Einf\u00fchrungsveranstaltung in der Universit\u00e4t. Nach zwanzig etwas anstrengenden, aber sehr am\u00fcsanten Minuten kommen wir auf dem Parkplatz der Universit\u00e4t an.<\/p>\n\n\n\n<p>Wow, stehen hier viele Fahrr\u00e4der! Scheinbar verzichten viele Studenten, wie meine Kumni Rita, auf den \u00f6ffentlichen Nahverkehr und nehmen lieber das Fahrrad. Wir gehen Richtung Haupteingang. Das Geb\u00e4ude liegt mitten im Wald und wirkt auf den ersten Blick etwas klein. Irgendwo m\u00fcssen die ganzen Fahrradfahrer doch sein!? Ein weiter Blick auf eine \u00dcbersichtstafel verr\u00e4t uns, dass wir nur die Spitze des Eisbergs sehen. Die Geb\u00e4ude der Universit\u00e4t sind alle miteinander verbunden, relativ flach gebaut und erstrecken sich \u00fcber eine beachtliche Fl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Abgestellt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-306\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Abgestellt.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Abgestellt-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Abgestellt-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Abgestellt-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Abgestellt und nicht abgeholt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir sollen unser Gep\u00e4ck in einem anderen Teil des Geb\u00e4udes abgeben und m\u00fcssen daf\u00fcr gef\u00fchlt einen halben Kilometer laufen. Das erinnert mich doch sehr an den Frankfurter Flughafen! Nachdem wir unser Gep\u00e4ck abgegeben haben, finden wir viele weitere Austauschstudenten. Man erkennt sie daran, dass sie ratlos und verzweifelt herumlaufen oder in kleinen Trauben hinter ihrem oder ihrer Kumni folgen. Wenn trotzdem Zweifel bestehen hilft ein kurzes L\u00e4cheln. Ist es ein oder eine Finnin schaut die Person sofort weg. Handelt es sich um einen oder eine Austauschstudentin l\u00e4chelt die Person zur\u00fcck. Ich treffe unter anderem Bruno aus Brasilien, Haixin aus China, Leire aus Spanien (Korrektur: Aus dem Baskenland), Miyuki aus Japan und Julia aus Bamberg. Na das wird auf jeden Fall spannend und liefert viele Stunden Gespr\u00e4chsstoff! Unabh\u00e4ngig von unserer Herkunft und Hautfarbe stehen wir vor einer unmittelbaren Herausforderung, die uns trotz aller kultureller Unterschiede zusammenschwei\u00dfen wird: Wir m\u00fcssen uns durch alle Teile des Geb\u00e4udes und einen tiefen B\u00fcrokratie-Dschungel k\u00e4mpfen. Hier nur eine kurze Auflistung der Aktivit\u00e4t in dem etwas Verbesserungsw\u00fcrdigen \u201eonboarding\u201c Prozess der Universit\u00e4t von Oulu: Mitgliedschaft f\u00fcr die Studentenvereinigung bezahlen (Wichtig, da man sonst den vollen Preis in der Mensa bezahlen muss), Erasmus Karte abholen, Sport Pass bezahlen, Studentenausweis beantragen (Vor\u00fcbergehender Ausweis wird sofort ausgestellt, der richtige Ausweis wird in Helsinki gedruckt, Lieferzeit circa 3 Wochen \u2013 und das f\u00fcr 4 Monate?), Weboodi (Hochschulinformationssystem) Passwort abholen, Mietvertrag unterschreiben. \u00c4\u00e4chtz. Und wo ist der Knopf mit dem ich all das auf einmal machen kann? Den gibt\u2019s leider nicht und so verbringe ich den Tag mit vielen netten und vor allem interessanten Warteschlangengespr\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Schlange.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-307\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Schlange.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Schlange-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Schlange-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Schlange-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Schlange stehen (toller Sport!)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zwischendurch essen wir gemeinsam in der Mensa, beziehungsweise in einer Mensa denn es gibt mehr als f\u00fcnf (Ich habe wahrscheinlich immer noch nicht alle entdeckt). Das Essen an sich ist nicht besonders erw\u00e4hnenswert. Weder im negativen Sinn, noch im positiven. Etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist, dass die Finnen zum Mittagessen Milch trinken. Als Alternative steht aber auch Wasser bereit. Nach weiteren Antr\u00e4gen, Unterschriften und Stunden in diversen Warteschlangen ist der Tag auch schon vor\u00fcber. Aber ein letztes Highlight steht noch bevor. Ich darf meine Wohnung beziehen und lerne endlich meine Mitbewohner kennen! Rita begleitet mich in den Stadtteil \u201eAlpilla\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tirotlintie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-305\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tirotlintie.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tirotlintie-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tirotlintie-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tirotlintie-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Tirolintie 2A und B<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dort befinden sich zwei (von vielen weiteren) Studentenwohnheime. Die n\u00e4here Umgebung sieht schon mal ganz angenehm aus. Man sieht hier (und in der ganzen restlichen Stadt) fast gar keine Einfamilienh\u00e4user. Die Finnen bauen etwas h\u00f6her, lassen daf\u00fcr aber relativ viel Platz zwischen den Geb\u00e4uden. Die Zwischenr\u00e4ume sind mit B\u00e4umen, Str\u00e4uchern und Wiesen bepflanzt, sodass ein \u201ePlattenbau\u201c Panorama vermieden wird und die Wohnviertel insgesamt sehr entspannt wirken. Wir fahren in den achten Stock und betreten mein Apartment. Hinter der T\u00fcr stehen ein paar Schuhe. Ich blicke aus dem Fenster. Wow, tolle Aussicht! In etwas weiterer Entfernung ist ein See zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/K\u00fcchenfenster.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-304\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/K\u00fcchenfenster.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/K\u00fcchenfenster-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/K\u00fcchenfenster-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/K\u00fcchenfenster-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Blick aus dem K\u00fcchenfenster<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Unmittelbar nach dem Betreten der Wohnung stehen wir in der K\u00fcche. Diese wirkt relativ gro\u00dfz\u00fcgig ausgestattet. Herd, K\u00fchlschrank, Geschirr, ein Tisch, zwei St\u00fchle und eine Coach. Scheint ja alles da zu sein, was man so braucht. Rita schaut mit Kennerblick in die Schr\u00e4nke, nickt ab und zu kurz und scheint mir gute \u00dcberlebenschancen zu zurechnen. Pl\u00f6tzlich steht ein Mann vor uns und blickt uns vorsichtig an: \u201eHello, who are you?\u201c. Wir stellen uns vor. Sein Name ist Reda (\u201eCheda\u201c), er studiert Medizintechnik, ist Franzose mit arabischer Herkunft, hat tiefschwarze Haare und Augen, in etwas so gro\u00df wie ich und relativ schlank und sportlich (wie ich ;-). Er ist sehr nett. Gleich darauf lerne ich meinen zweiten Mitbewohner kennen: Michael. Michael kommt aus N\u00fcrnberg und studiert in Innsbruck. Ein Franke. Auch er ist sehr nett. Super, dann kann ich zwischendurch wenigstens etwas Deutsch sprechen! Mit meinen Mitbewohnern habe ich anscheinend schon mal Gl\u00fcck gehabt. Ich blicke mich weiter in der Wohnung um und betrete mein Zimmer. Wie auch die anderen R\u00e4ume ist auch dieses relativ gro\u00df. Sehr gut. Ich verabschiede mich von Rita und fange an meine Koffer auszupacken.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Zu Besuch in Oulu (Gastbeitrag)<\/h1>\n\n\n\n<p>Nach einigem Hin und Her, welches haupts\u00e4chlich durch Plan\u00e4nderungen meinerseits entstanden war, steht nun doch endlich fest: Planm\u00e4\u00dfige Ankunft in Oulu 03.09. 20:27 Uhr!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich steige aus dem Zug, sehe mich auf dem Bahnsteig um und erblicke nach vier Wochen endlich wieder ein bekanntes Gesicht: Flemming!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Alte-Freunde.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-312\" \/><figcaption>Alte Freunde<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach einer freudigen Begr\u00fc\u00dfung machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle, denn als Flemming meinen riesigen Rucksack sieht, m\u00f6chte er mir den Fu\u00dfmarsch vom Bahnhof bis zum Studentenwohnheim nicht zumuten. Auf dem Weg dorthin erz\u00e4hle ich Flemming von meiner bisherigen Reise und er mir wiederum von seinen ersten Tagen in Oulu.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Studentenwohnheim angekommen werde ich dann mit Reda, dem ersten von Flemmings Mitbewohnern bekannt gemacht. W\u00e4hrend ich noch meine Sachen auspacke fackeln Flemming und Reda nicht lange und tragen mir eine Matratze aus dem Hausflur in die Wohnung, auf der ich mein Nachtlager erichten kann.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Zimmer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-311\" \/><figcaption>Flemmings Zimmer<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Erst am n\u00e4chsten Morgen lerne ich Michael, den dritten WG- Bewohner kennen, welcher, wie Reda auch, wirklich nett ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Mittag machen Flemming und ich uns dann auf den Weg in die Innenstadt, genauer gesagt zum Toripoliisi, dem Stadtmaskottchen auf Oulus Marktplatz.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tori.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-308\" \/><figcaption>Zu Befehl Toripoliisi!<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hier w\u00fcrde f\u00fcr die internationalen Austauschstudenten eine Stadtf\u00fchrung stattfinden \u2013 und naja, ich bin ja auch Student und wer kann schon zu einer gratis Stadtf\u00fchrung nein sagen?<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Marktplatz versammeln sich immer mehr Studenten, sodass wir in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Dabei kommen Flemming und ich in getrennte Gruppen, was aber nicht weiter schlimm ist, denn schlie\u00dflich kann man so neue Bekanntschaften machen.<\/p>\n\n\n\n<p>So lerne ich z.B. Flemmings Kommilitonen Leire und Michael besser kennen, welche mir beide auf Anhieb sympathisch sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der doch eher weniger touristischen F\u00fchrung, treffen sich dann alle Gruppen wieder am Stadtstrand und ich werde noch mehr Kommilitonen vorgestellt. Um 18 Uhr geht es dann zur Uni, denn Flemming m\u00f6chte sich ein Fahrrad kaufen. Eine Augenweide ist es nicht gerade und in Mainz m\u00f6chte ich darauf nicht von einem Polizisten angehalten werden, aber es hat die richtige Gr\u00f6\u00dfe, zwei Reifen, Bremsen und auch sonst sind alle wirklich wichtigen Teile dran.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4sche waschen, Krafttraining und Schwimmen standen auch noch auf dem Plan. Abends machen wir uns dann auf den Weg zur Eishockeyhalle. Oulun K\u00e4rp\u00e4t (Wiesel) gegen Vienna Capitals. Zum Gl\u00fcck habe ich mir vorher noch die wichtigsten Regeln durchgelesen. Obwohl sich bereits in den ersten Minuten zeigt, dass die Wiener G\u00e4ste deutlich unterlegen sind, entwickle ich eine gewisse Zuneigung zu der Mannschaft aus \u00d6sterreich. Wie sich sp\u00e4ter herausstellt, bin ich damit auf einsamen Posten und das auch zu Recht. Die K\u00e4rp\u00e4ts schlagen die Vienna Capitals mit 4 zu 0 Toren. \u2013 Scheinbar sind die K\u00e4rp\u00e4ts wirklich flink wie Wiesel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hockey.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-310\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hockey.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hockey-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hockey-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Hockey-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Oulun K\u00e4rp\u00e4t vs. Vienna Capitals<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr heute Abend haben wir uns zum Essen verabredet. Ich will mich bei Michael, Reda und Flemming f\u00fcr die freundliche Aufnahme und kostenlose Unterkunft bedanken und habe alle Zutaten f\u00fcr ein indisches Curry gekauft. Da Redas Freund Hugo, Leire und Delphine auch kommen, brauche ich alle T\u00f6pfe und Pfannen die die WG-K\u00fcche hergibt um das ganze Essen gleichzeitig zubereiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Kochen werde ich flei\u00dfig von den anderen unterst\u00fctzt \u2013 und ja, es hat richtig Spa\u00df gemacht, endlich mal wieder f\u00fcr eine ganze Bande zu kochen\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Essen ziehen wir dann mitsamt Tisch und St\u00fchlen in den Flur des Wohnheims und nachdem alle satt und zufrieden sind gesellen sich auch noch die restlichen Austauschstudenten des 8. Stocks zu uns und wir lassen den Abend mit lustigen Spielen ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Curry.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-309\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Curry.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Curry-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Curry-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Curry-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Curry f\u00fcr alle!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Montag setze ich dann meine Finnlandreise fort, denn ich m\u00f6chte nach Lappland um die Nordlicher und den Weihnachtsmann zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie sich bald herausstellen wird, dauert es nicht lange, bevor ich noch einmal nach Oulu zur\u00fcckkehre.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war es von mir, die n\u00e4chsten Blogeintr\u00e4ge muss Flemming wieder selbst schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<br \/>Janik<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Unter Finnen<\/h1>\n\n\n\n<p>Rokua Nationalpark. Eine H\u00fctte mitten im Wald. Daneben ein See. Malerisch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-313\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wald.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wald-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wald-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Wald-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>F\u00fcnf Austauschstudenten mitten in der finnischen Wildnis<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der H\u00fctte (fin. \u201eM\u00f8kki\u201c) befinden sich 49 finnische und 5 Austauschstudenten. Einer der f\u00fcnf Austauschstudenten bin ich. Ja, ich gebe es zu: Als ich die Einladung zu diesem Wochenende gelesen habe, war ich \u00e4u\u00dferst skeptisch! Ist das wirklich eine gute Idee, mit so vielen Finnen zu einer einsamen H\u00fctte im Wald zu fahren?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Mokki.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-315\" \/><figcaption>Unser \u201eM\u00f8kki\u201c<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Meine bisherigen Kontakte mit dem nordischen Volk waren (von Rita und Juho abgesehen) nicht besonders \u00fcberragend und haben diverse Vorurteile mehr best\u00e4rkt als entkr\u00e4ftet (z.B. fragw\u00fcrdiger Geschmack und starke Introvertiertheit). Mit meinen Bedenken im Hinterkopf habe ich den Entschluss gefasst, dass Abenteuer zu wagen. Allerdings mit der Bedingung, dass mich ein paar Austauschstudenten begleiten, damit ich mich eventuell nicht so einsam f\u00fchle. Nach harter \u00dcberzeugungsarbeit und vielen Absagen konnte ich Delphine (Frankreich), Leire (Baskenland), Florent (Frankreich) und Simon (Deutschland) davon \u00fcberzeugen mich zu begleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nun 11:30 Uhr am Samstag Morgen und ein paar Studenten haben es bereits geschafft aufzustehen. Schon nach der ersten Nacht kann ich voller \u00dcberzeugung sagen: \u201eIch bereue es nicht hier mitgefahren zu sein!\u201c. Die finnischen Studenten erwiesen sich als \u00e4u\u00dferst aufgeschlossen, interessierte und weltoffene Zuh\u00f6rer, gute Unterhalter und echt gute \u201eParty People\u201c! Um die Behauptungen zu st\u00fctzen folgt eine kurze Zusammenfassung des gestrigen Abends.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir uns am Freitag Nachmittag in Oulu vor der Universit\u00e4t versammelt haben, steigen wir in einen Bus. Ich f\u00fchle mich nicht so richtig fit, da wir gestern das Ende der studentischen Woche (4 Werktage) zelebriert haben. Nach circa einer Stunde kommen wir bei \u201eTieto\u201c an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tieto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-317\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tieto.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tieto-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tieto-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Tieto-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Eintritt bei \u201eTieto\u201c<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Zwischenstopp auf unserem Weg zum Mokki ist eine Unternehmensf\u00fchrung geplant. \u201eTieto\u201c ist ein Entwickler f\u00fcr Laborsoftware. Wir betreten das Geb\u00e4ude und werden mit Kaffee und Snacks begr\u00fc\u00dft. Das Unternehmen ist mir gleich sympathisch. Den Kaffee kann ich nach der gestrigen Nacht sehr gut gebrauchen! Ich stelle mich einem der Mitarbeiter vor und wir kommen schnell ins Gespr\u00e4ch. Ich erz\u00e4hle ihm, dass meine Schwester als MTA (Medizinisch-Technische Assistentin) arbeitet und das sie t\u00e4glich mit sehr viel Technik beziehungsweise Software zu tun hat. In Koblenz gibt es au\u00dferdem auch ein Unternehmen, das medizinische Software spezialisiert ist. Zuf\u00e4llig ist der Mitarbeiter, mit dem ich spreche, eine der vortragenden Personen. Ein gl\u00fccklicher Zufall, denn er l\u00e4sst sich spontan dazu \u00fcberreden die Pr\u00e4sentation auf Englisch zu halten und nicht auf Finnisch, wie eigentlich vorgesehen. So haben wir die Chance einen sehr interessanten Vortrag \u00fcber das Softwareunternehmen zu h\u00f6ren. Leider wird ein Teil des Vortrags von einem Herrn mit einer sehr finnischen Vortragsweise gehalten. Die finnische Sprache besitzt keinerlei Betonung. Viele Finnen sprechen daher auch ohne Betonung Englisch. Man kann sich das ein wenig so vorstellen wie ein Text, der von einem Computerprogramm wiedergegeben wird. Mir f\u00e4llt es daher (auch aufgrund geringf\u00fcgiger Nachwirkungen des gestrigen Abends) etwas schwer dem Herrn zu folgen. Wir verlassen das Unternehmen und setzen unsere Fahrt Richtung M\u00f8kki fort. Einige meiner f\u00fcr finnische Verh\u00e4ltnisse sehr extrovertierteren Begleiter erz\u00e4hlen mir, dass ihnen der Besuch nicht so gut gefallen hat. Warum? Normalerweise w\u00fcrde es bei einem Unternehmensbesuch immer Bier geben! Bevor wir unser Ziel erreichen machen wir einen weiteren Zwischenstopp bei einem Supermarkt. Dieser wird ausgiebig gepl\u00fcndert, schlie\u00dflich m\u00f6chte man am Wochenende gut verpflegt sein. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt biegt der Bus pl\u00f6tzlich in den Wald ab. Endlich sind wir da. Das \u201eM\u00f8kki\u201c ist gro\u00dfz\u00fcgig ausgestattet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/H\u00fctte-K\u00fcche.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-314\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/H\u00fctte-K\u00fcche.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/H\u00fctte-K\u00fcche-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/H\u00fctte-K\u00fcche-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/H\u00fctte-K\u00fcche-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Blick in die ger\u00e4umige und belebte K\u00fcche der H\u00fctte<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, versammeln sich alle im Aufenthaltsraum der H\u00fctte. Der Vorstand der Studierendengemeinschaft \u201eBlanko\u201c begr\u00fc\u00dft uns. Wir f\u00fcnf Austauschstudenten werden nochmal extra erw\u00e4hnt, denn wir sind die ersten Austauschstudenten, die es gewagt haben an der Herbstexkursion von Blanko teilzunehmen! Auwei, war das jetzt besonders dumm oder besonders mutig? Nach der Begr\u00fc\u00dfung folgt eine Vorstellungsrunde, bei der jeder einen schlechten Witz zum Besten geben darf. Finnischer Humor ist etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und sehr \u201eschwarz\u201c. Die Witze konzentrieren sich haupts\u00e4chlich auf die Themen \u201eJuden\u201c, \u201eBabys in Briefk\u00e4sten\u201c und \u201eNorweger und Schweden\u201c. Ich verzichte an dieser Stelle auf etwaige Beispiele. Man versichert uns hinterher allerdings glaubw\u00fcrdig, dass die Witze nicht ernst genommen werden d\u00fcrfen! Kaum ist die Vorstellungsrunde vorbei, werden Flaschen ausgepackt und dem finnischen \u201eNationalsport\u201c nachgegangen: Saufen. Sobald jemand eine Flasche offen auf den Tisch stellt, ist diese damit f\u00fcr alle an dem Tisch befindlichen Personen zur Verf\u00fcgung gestellt worden. Dabei wird auf die Benutzung von Gl\u00e4sern verzichtet und br\u00fcderlich aus einer Flasche getrunken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kaufentscheidung bei Getr\u00e4nken h\u00e4ngt, nach eigenen Aussagen der Sportler, von dem Verh\u00e4ltnis von Preis zu Alkoholgehalt der angebotenen Getr\u00e4nke ab, da Alkohol in Finnland sehr teuer ist. Zum Beispiel kostet die billigste Flasche Wein in etwa 8 Euro. Der Effekt der hohen Steuern auf alkoholische Getr\u00e4nke ist, dass sich die finnischen Studenten gr\u00f6\u00dftenteils mit billigen Getr\u00e4nken begn\u00fcgen und die Studenten in Deutschland mit qualitativ hochwertigeren. In einem Gespr\u00e4ch \u00fcber das Thema \u201eAlkoholsteuer und deren Sinnhaftigkeit\u201c wird mir allerdings erz\u00e4hlt, dass die Alkoholsteuer doch schon ihren Sinn h\u00e4tte und das die Studenten wahrscheinlich noch mehr trinken w\u00fcrden, wenn es diese Steuer nicht geben w\u00fcrde! Aha, wirklich noch mehr? Wie soll das bittesch\u00f6n gehen? Da ich (wie bereits erw\u00e4hnt) am Abend zuvor ausgiebig gefeiert habe, halte ich mich zur\u00fcck und verzichte selbstlos und zugunsten meiner Kommilitonen auf Wodka, Rum, Branntwein und Bier. Nach nicht all zu langer Zeit hat der Alkoholpegel der Anwesenden das \u201eSauna Level\u201c erreicht. Da kann auch ich nicht \u201eNein\u201c sagen. Es folgen ein paar drastische, aber sehr sch\u00f6ne, Temperaturwechsel (Sauna -&gt; See -&gt; Sauna -&gt; See\u2026) und weitere interessante Gespr\u00e4che. Wer Finnen kennenlernen m\u00f6chte sollte saufen oder saunieren (oder Beides)!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Party.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-316\" \/><figcaption>M\u00f8kki Party<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im Rahmen dieser Aktivit\u00e4ten werden die k\u00fchlen Nordeurop\u00e4er lebendig und offenbaren interessante und sehr individuelle Pers\u00f6nlichkeiten. Danach gehen wir in sehr entspanntem Zustand zur\u00fcck in die H\u00fctte. Dort wird weiter getrunken und schon bald ist der \u201eTanzpegel\u201c erreicht. Dieser liegt bei Finnen wohl deutlich \u00fcber dem Durchschnitt anderer Nationen. Ist er allerdings einmal erreicht kennen sie kein Halten mehr und lassen das M\u00f8kki beben. Ich verabschiede mich irgendwann, da mir der Tanz ohne Eis Hockey Ausr\u00fcstung dann doch etwas zu gef\u00e4hrlich wird und gehe schlafen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Luxus mit Landsleuten<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 1 (Freitag, 9.10)<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor ein paar Tagen las ich die Nachricht in einer Whatsapp Gruppe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>M\u00f6kki nahe Kuusamo. Mitfahrer gesucht. Freitag (9.10) 12 Uhr bis Montag (12.10) 12 Uhr. 12 Personen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das klingt doch eigentlich ganz gut! Da ich am kommenden Wochenende noch nichts vor hatte, entschied ich mich spontan an der Expedition teilzunehmen. Nach ein paar Stunden wurde ich zu einer Chat Gruppe hinzugef\u00fcgt, die zu Koordinationszwecken f\u00fcr die gemeinsame Planung des Wochenendes eingerichtet wurde. Ich nehme die Namen der anderen Expeditionsteilnehmer zur Kenntnis: Robin, Florian, Verena, Christian\u2026 alles deutsche Namen! Und ja, es stellt sich heraus, dass ich mich am folgenden Wochenende ausschlie\u00dflich unter Landsleuten befinden werde! Mir ist pl\u00f6tzlich etwas mulmig zumute. Soll ich mich tats\u00e4chlich einmal komplett der internationalen Vielfalt, die mein Auslandsaufenthalt bis jetzt geboten hat entziehen? Ich habe doch gestern erst noch mit meinem Mitbewohner Reda dar\u00fcber gesprochen, dass es einige Studenten gibt, die in Finnland vorwiegend den Kontakt mit Studenten gleicher Nationalit\u00e4t suchen. Wir waren einer Meinung, dass das eigentlich ein falsches Verhalten f\u00fcr einen Auslandsaufenthalt ist, da man doch selten die Chance hat, seinen \u00fcberwiegend auf die nationale Kultur beschr\u00e4nkten Horizont zu erweitern. Da ich mich w\u00e4hrend meines bisherigen Aufenthalts in Finnland allerdings haupts\u00e4chlich unter Studenten aller erdenklichen Nationalit\u00e4ten aufgehalten habe, brauche ich mir wohl keine Sorgen zu machen und kann mir getrost eine \u201eAuszeit\u201c unter Deutschen g\u00f6nnen. Lange Rede, kurzer Sinn: Schon ist es Freitag. Ich packe meine sieben Sachen und fahre mit dem Bus zu unserem Treffpunkt neben dem ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten Studentenwohnheim Yliopistukatu 16 alias \u201eClub 16\u201c. In diesem sind sehr viele spanische Studenten untergebracht, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die finnische Kultur mit \u201emucha emoci\u00f3n\u201c und heftigen Partys zu ersch\u00fcttern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Expeditionsteam.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-324\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Expeditionsteam.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Expeditionsteam-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Expeditionsteam-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Expeditionsteam-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Das Expeditionsteam<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Vor dem Eingang des Geb\u00e4udes stehen Nick, Adrian, S\u00f6ren und Christian. Die ersteren Beiden sind mir bereits bekannt, die beiden letztgenannten nicht. S\u00f6ren und Christian sind keine Austauschstudenten, sondern reisen aus purem Spa\u00df an der Freude durch das sch\u00f6ne Land. Nachdem die Vier den Fu\u00dfball unter meinem Arm bemerkt haben, verst\u00e4rkt sich ihr L\u00e4cheln. Klar, bei einem \u201edeutschen Wochenende\u201c darf die, mit dem Fu\u00df zu bet\u00e4tigende, runde Lederkugel doch nicht fehlen! Allm\u00e4hlich trudeln die \u00fcbrigen Mitfahrer\/innen ein und Robin kommt mit einem neunsitzigen Ford Torneo vorgefahren, den er f\u00fcr das Wochenende gemietet hat. S\u00f6ren und Christian haben einen weiteren Wagen gemietet, sodass alle mitfahren k\u00f6nnen. Mit geballter Tetris Erfahrung wird das Gep\u00e4ck verstaut und wir fahren los. Auf der \u201eAutobahn\u201c (die man f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse eher als Landstra\u00dfe bezeichnen w\u00fcrde) geht es in Richtung Kuusamo (\u201eKuuuusamo\u201c). Auf der Fahrt lerne ich Maike (Osnabr\u00fcck) und Tobias (M\u00fcnster) kennen. Ein sehr nettes P\u00e4rchen! Robin steuert den dicken Transporter gekonnt nach Kuusamo. Auch anhand der Tatsache, dass der lediglich sechzehntausend Einwohner gro\u00dfe Ort, \u00fcber mehr als zweihundert Kilometer ausgeschildert ist, l\u00e4sst erahnen wie d\u00fcnn das Land besiedelt ist. Wir sehen auf der Fahrt sehr viel Natur und vielleicht mehr Rentiere als H\u00e4user oder gar Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kuusamo angekommen, besuchen wird die Touristeninformation und besorgen uns eine Wanderkarte. Danach geht es in den n\u00e4chsten Lidl, um neben diversen Notwendigkeiten, des Deutschen liebste Genussmittel zu beschaffen: Grillgut und Bier! Die Kassiererin blick uns etwas geschockt. Sie muss nun nach nachbestellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir verlassen Kuusamo, fahren eine weitere Viertelstunde und erreichen unser M\u00f6kki. Was eine H\u00fctte! Neben einem wunderbaren Blick auf die umliegenden kleineren Erhebungen, inklusive der Ski-Sprungschanze von Kuusamo (genauer gesagt Ruka), hat das Holzhaus einiges mehr zu bieten: 40 Zoll Fernseher, Musik Anlage, Sauna, Waschmaschine, Trockner, eine gute ausgestattete K\u00fcche und ein gro\u00dfes Panorama-Fenster im Wohn- bzw. Esszimmer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Luxus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-318\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Luxus.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Luxus-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Luxus-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Luxus-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Unser \u201eLuxus-M\u00f6kki\u201c<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ja\u2026 hier l\u00e4sst es sich wohl gut aushalten! Neben dem M\u00f6kki steht eine kleine Grillh\u00fctte und ein Holzschuppen (Wenn die Anderen mich \u00e4rgern werde ich hier Holzfiguren schnitzen!). Zu der H\u00fctte sollen au\u00dferdem zwei Ruderboote geh\u00f6ren, die am nahegelegenen See liegen. Nach ein paar Minuten Erkundung, Staunen und Faszination wird die Funktionst\u00fcchtigkeit der Grillh\u00fctte gepr\u00fcft und W\u00fcrstchen gebrutzelt. Das weitere Geschehen des Abends bleibt ab hier der Fantasie des Lesers \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 2 (Samstag, 10.10)<\/h2>\n\n\n\n<p>*G\u00e4\u00e4\u00e4hhn*, Aufstehen, Duschen, Kaffee\u2026 okay es kann weitergehen! Womit? Heute nehmen wir den Oulanka Nationalpark unter die Lupe. Wir werden dem Weg des B\u00e4ren (\u201eB\u00e4renweg\u201c) folgen und hoffen, dass wir dem B\u00e4r selber nicht begegnen. \u201eReisegruppenleiter\u201c Oppermann f\u00e4hrt uns mit dem Bus zum Startpunkt des (lauten eines Informationsschilds) beliebtesten Wanderweg Finnlands.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Nationalpark.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-319\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Nationalpark.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Nationalpark-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Nationalpark-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Nationalpark-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Oulanka Nationalpark<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Und auch Reisegruppenleiter \u201eBrunner\u201c findet sich mit dem zweiten Auto und den \u00fcbrigen Expeditionsteilnehmern am Fu\u00df des Wanderwegs ein. Vor uns liegen zw\u00f6lf Kilometer voller abwechslungsreicher und wundersch\u00f6ner Landschaften, die nur im Ansatz durch die angef\u00fcgten Bilder illustriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Adrian, Robin und Nick (Team \u201eNumber one\u201c) legen ein sportliches Tempo an den Tag. Andere Wanderer (Ich) lassen es gem\u00fctlicher angehen. Nat\u00fcrlich auch, weil mit der fotografischen Dokumentation von Flora und Fauna besch\u00e4ftigt bin. Und so zieht sich das \u201ePeleton\u201c etwas auseinander. Dass der Weg beliebt sein soll scheint sich zu best\u00e4tigen, denn wir begegnen vielen anderen Wanderern. Die M\u00fche lohnt sich und der Wanderweg bietet sehr viele sch\u00f6ne Aussichtspunkte. Ersch\u00f6pft, aber zufrieden und begeistert von den optischen Reizen der Natur kehren wir zum Ausgangspunkt zur\u00fcck. Nach einer kurzen Lagebesprechung verabschieden wir uns vom Oulanka Nationalpark und kehren zu unserem Luxus-M\u00f6kki zur\u00fcck, um uns auszuruhen und danach Spagetti Bolognese zu kochen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Ruhe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-322\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Ruhe.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Ruhe-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Ruhe-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Ruhe-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Verdiente Ruhe nach 12 km<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Abend folgen ein paar Runden \u201eM\u00e4xle\u201c beziehungsweise \u201eM\u00e4xchen\u201c und gute Gespr\u00e4che, begleitet von ein oder zwei Dosen \u201eKarhu\u201c. Friede Freude Eierkuchen? Nein! Unter den M\u00f6kki-Bewohnern beginnt es zu brodeln und langsam aber stetig spaltet sich das Lager in zwei Gruppen: Reisegruppe Oppermann gegen Reisegruppe Brunner! Die Ursachen f\u00fcr den den Konflikt sind bis heute umstritten. Experten f\u00fchren an, dass sie die Situation erheblich versch\u00e4rfte, als abzusehen war, dass sich die mit gro\u00dfer Vorsicht durchgef\u00fchrte Kalkulation des Bierverbrauchs als fehlerhaft erweisen w\u00fcrde. Die Vorr\u00e4te gingen bereits am Samstag Abend und damit einen Tag zu fr\u00fch, dem Ende zu. Aber es ist nicht nur dieser Umstand, der das Klima innerhalb der Gruppe erhitzt. Auch diverse Ger\u00fcchte um einen, um das Haus schleichenden Axt und\/oder (man weiss es nicht genau) Kettens\u00e4gen-M\u00f6rder werden zunehmend zu einer Belastung. Unabh\u00e4ngig von diesen, sich verschlechternden, Rahmenbedingungen, ist der Abend sehr gelungen! Ein besonderes letztes Highlight des Abends bietet ein Blick auf den wolkenfreien Himmel. Mitten im dunklen Wald ist die volle Pracht des Himmelzelts zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 3 (Sonntag, 11.10)<\/h2>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Intensit\u00e4t der vergangenen zwei Tage m\u00f6chte ich einen ruhigen Sonntag verbringen. Bei diesem Vorhaben unterst\u00fctzt mich die Tatsache, dass ich noch einiges an Literatur zusammenfassen muss, da ich Donnerstags nicht der Vorlesung \u201eOpen Source Software Development\u201c teilnehmen konnte, weil in dieser Zeit eine andere Vorlesung stattfindet. Deshalb muss ich \u201eStrafarbeit\u201c leisten. Und das obwohl ich nichts f\u00fcr die Veranstaltungsplanung kann. Unfair! Naja, das Thema ist interessant und so besch\u00e4ftige ich mich an diesem Sonntag Morgen mit der Entscheidung zwischen Open Source Software Lizenzen und der optimalen Strategie zur Nummerierung von Softwareversionen. Nachdem aus der geplanten Stunde doch drei geworden sind, treffen meine Mitreisenden ein. Adrian, Robin und Nick haben sich morgens auf den Weg nach Ruka gemacht, um mit \u201eFat Bikes\u201c (Mountain Bikes\u00a0mit sehr dicken Reifen) die Landschaft zu erkunden und einen hohen Berg zu erklimmen (Respekt f\u00fcr die Motivation!). Alle Anderen nutzten die Zeit, um einen kleinen Morgenspaziergang zu absolvieren und stramme acht Kilometer um den nahegelegenen See zu absolvieren. Die Expeditionsgruppen berichten von ihren Erlebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich darauf wird das n\u00e4chste Ziel ins Auge gefasst: Wir gehen Angeln! Am ungef\u00e4hr 1,5 Kilometer entfernten Anlegeplatz liegen zwei Bote, die zum Haus geh\u00f6ren. Irgendjemand hat auch eine Angel mitgebracht. Leider verf\u00fcge ich \u00fcber keine gro\u00dfe Erfahrung in dieser Jagdtechnik. In meiner Kindheit habe ich zwar ein oder zweimal die Schnur ins Wasser halten d\u00fcrfen, alle Versuche einen Fisch zu fangen blieben allerdings erfolglos. Spa\u00df gemacht hat es nat\u00fcrlich trotzdem (Danke Papa)! Versuchen kann man es ja trotzdem mal! Los geht es!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Partyboot.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-320\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Partyboot.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Partyboot-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Partyboot-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Partyboot-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Das Partyboot sticht in See<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Robin f\u00e4hrt uns zum See und wir schieben die zwei Boote ins Wasser. Einen kurzen Augenblick erinnert mich die Szene an Moby Dick. Der Wal ist entdeckt und die Crew eilt voller Jagdeifer zu den Boten, um den praktisch bereits erlegten Fang einzuholen. Im ersten Boot sitzen Florian und Ich. Florian studiert in Friedrichshafen am Bodensee und kann mir einiges \u00fcber das Angeln beibringen. Im anderen Boot befinden sich Tobias, Maike, Julia und Verena. Trotz Florians ausgepr\u00e4gter Expertise und allen Bem\u00fchungen stellt sich nach einer knappen Stunde Ern\u00fcchterung ein. Das Anglergl\u00fcck ist heute nicht mit uns. Nat\u00fcrlich haben wir alles richtig gemacht, aber manchmal sind einfach widrige Umst\u00e4nde die Ursache f\u00fcr Misserfolg. Ich pers\u00f6nlich schiebe alle Schuld auf Boot 2! Es ist einfach unm\u00f6glich neben einem \u201ePartyboot\u201c einen Fisch zu fangen. Die Fische sind aufgrund der angeregten Konversation in der zweiten Nussschale vermutlich \u00fcber Land in die umliegenden Gew\u00e4sser gefl\u00fcchtet! Wir brechen die Jagd etwas resigniert ab und kehren ans Ufer zur\u00fcck. An diesem sitzen Adrian, Christian und Robin, die unser Unternehmen mit aller Kraft vom Ufer aus mental unterst\u00fctzt haben. Nachdem es (nach circa einer halben Stunde) auch der professionelle Anglerverein von Boot 2 geschafft hat, das zweite Boot richtig herum an Land zu bringen, kehren wir zum M\u00f6kki zur\u00fcck. Unterwegs begegnen wir noch einer Rentierherde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Rentiere.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-321\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Rentiere.jpg 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Rentiere-300x225.jpg 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Rentiere-768x576.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-content\/uploads\/sites\/50\/2015\/10\/Rentiere-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Rentiere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Abend ist vom H\u00f6hepunkt des Konflikts der beiden Reisegruppen Oppermann und Brunner gepr\u00e4gt. Die Oppermanns besiegen Brunners ganz knapp im Dosen schie\u00dfen. Ein Gl\u00fcck, dass wir den Fu\u00dfball dabei hatten! W\u00e4hrend die Kampfh\u00e4hne ihren Konflikt austragen k\u00fcmmere ich mich um das Feuer. Am letzten Abend soll nochmal gegrillt werden. Ich hacke etwas Holz und m\u00f6chte gerade zur Grillh\u00fctte gehen, da h\u00f6re ich pl\u00f6tzlich ein rascheln und schnauben. Hinter der Grillh\u00fctte kommt ein gro\u00dfer Rentierbulle hervor. Seinen Kopf ziert ein stolzes Geweih. Wie angewurzelt bleibe ich mit dem Holz im Arm stehen. Das Rentier und ich blicken uns mehrere Sekunden, in einem Abstand von etwa f\u00fcnf bis sechs Metern, an. Mir ist etwas mulmig zumute. Das Tier dreht sein Geweih und stapft in den Wald. Ich atme auf und bringe das Holz in die H\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir genie\u00dfen den letzten Abend in unserem Luxus-M\u00f6kki mit einem ausgiebigen Barbecue und gehen relativ fr\u00fch schlafen, da wir am n\u00e4chsten Morgen relativ fr\u00fch los m\u00fcssen. Nach einem tollen Wochenende geht es zur\u00fcck nach Oulu!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; by Flemming G\u00f6tz<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":320,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-291","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=291"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":328,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/291\/revisions\/328"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/media\/320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}