{"id":329,"date":"2018-09-29T21:13:17","date_gmt":"2018-09-29T19:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/?p=329"},"modified":"2018-09-29T21:16:33","modified_gmt":"2018-09-29T19:16:33","slug":"frankreich-2014-montpellier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/2018\/09\/29\/frankreich-2014-montpellier\/","title":{"rendered":"Frankreich 2014 &#8211; Montpellier"},"content":{"rendered":"\r\n<p><em>&#8211; by Alena Luca Herwartz<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h1 class=\"wp-block-heading\">BEWERBUNG UND VORBEREITUNG F\u00dcR MONTPELLIER<\/h1>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich studiere Psychologie und Management im 2-Fach-Bachelor. Mitte des 3. Semesters (ca. Mai) entschloss ich mich ein Auslandssemester zu machen. Meine Wunschl\u00e4nder waren Irland- weil ich dort schon mal gewohnt hatte und Frankreich- weil ein Teil meiner Familie franz\u00f6sisch ist. Als ich mich im Internet informierte fand ich heraus, dass die Semester- zumindest in Frankreich- andere Anfangs und Enddaten haben. Es beim das Wintersemester m\u00f6glich das es zu \u00dcberschneidungen des Semesteranfangs und der Pr\u00fcfungsphase kommen k\u00f6nnte. Also entschied ich mich m\u00f6glichst schon im kommenden Sommersemester zu gehen. Die Bewerbungsfrist f\u00fcr das Erasmusprogramm war allerdings schon vor 2 Monaten abgelaufen. \u00dcber eine Dozentin hatte ich erfahren, dass man als Zweifachbachelor nicht nur die Erasmusverbindungen des Basisfaches sondern auch die des Fachbereichs nutzen k\u00f6nnte. Deswegen ging ich zur Auslandskoordinatorin des Fachbereichs f\u00fcr Informatik (da dieser das Basisfach Management betreut) und fragte nach.<br \/>Dort half man mir nett weiter und ich erfuhr, dass es noch Restpl\u00e4tze zu vergeben gab.<br \/>Ich entschied mich f\u00fcr Montpellier und verfasste mein Motivationsschreiben.<br \/>Schnell bekam ich eine positive R\u00fcckmeldung und eine Mail meines franz\u00f6sischen Ansprechpartners an der Universit\u00e4t Montpellier.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wohnen:<br \/>Unter all den Mails voller Informationen von meinem Ansprechpartner in Montpellier, erreichte mich auch eine in der erkl\u00e4rt wurde wie man ein Studentenwohnheimplatz erh\u00e4lt. Es wird zwar oft gesagt, dass es besser ist in eine WG zu ziehen wenn man ins Ausland geht, aber ich hatte gelesen das Montpellier sehr teuer ist und deswegen zog ich es vor mich auf einen Platz im Wohnheim zu bem\u00fchen.<br \/>Die Zimmer waren zwar mit 10qm minus Bad nicht sehr gro\u00df aber daf\u00fcr mit ca. 250 Euro billig.<br \/>Insgesamt gibt es mehrere Studentenwohnheime in Montpellier, fast alle sind in der N\u00e4he der Universit\u00e4t 1- welche die Hauptuniversit\u00e4t ist. Alle Wohnheime die ich gesehen habe, hatten einen eigenen Fitnessraum und einen Park. Mein Wohnheim hatte auch einen Basketballplatz.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Learning Agreement:<br \/>Beim Learning Agreement geht es darum, festzulegen welche Kurse man im Ausland belegen wird und ob man sich die Kurse anrechnen lassen kann. Dabei ist zu beachten das es eine von der Uni vorgegebene Mindest-ETCS- Punktanzahl gibt. F\u00fcr die Anrechnung muss man den betreuenden Professoren der Module die man sich anrechnen lassen will, einen Kurs an der Auslandsuni vorschlagen der Inhaltlich deckend ist. Dabei m\u00fcssen auch die ETCS- Punkte ungef\u00e4hr stimmen. Zum Beispiel besteht ein Modul im Basisfach Management immer aus einer Vorlesung und einer dazugeh\u00f6rigen \u00dcbung f\u00fcr zusammen 6 ETCS- Punkte. In Montpellier waren die Veranstaltung nicht in Modulen gekoppelt und waren meist nur 3 ETCS-Punkte wert. Man musste also immer zwei passende Veranstaltung finden und absegnen lassen.<br \/>Dabei gilt es auch Landeseigene Besonderheiten mit zu bedenken. Zum Beispiel gibt es Frankreich das Herbst- und das Wintersemester in Deutschland das Winter- und das Sommersemester. Dadurch ergibt sich, dass das franz\u00f6sische Herbstsemester unser Wintersemester und das franz\u00f6sische Wintersemester unser Sommersemester ist. Dies ist am Anfang etwas verwirrend und f\u00fchrte dazu, dass ich mein Learning Agreement bei meiner Ankunft in Frankreich nochmal \u00fcberarbeiten musste.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Weitere Vorbereitung:<br \/>Generell kann ich nur empfehlen sich die \u201eErasmus- Checkliste\u201c die man auf der Uni Homepage im Bereich \u201eOutgoings- Download\u201c holen kann, genau anzusehen.<br \/>Man bekommt am Anfang sehr viele Informationen und muss sehr viel bedenken. Meist ist man nicht allein und die Koordinatoren sagen einen was noch gemacht werden muss aber machen muss man es dann selber und es kommt leicht vor das man bei all den Sachen etwas \u00fcbersieht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Da mein Franz\u00f6sisch sehr schlecht war hatte ich am Anfang noch mehr Probleme alles zu \u00fcberblicken und zu verstehen aber es wurde besser mit der Zeit.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h1 class=\"wp-block-heading\">MITTEN DRIN<\/h1>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mittlerweile bin ich schon fast im Endspurt meines Auslandssemester deswegen will ich nochmal berichten wie es mir hier ergangen ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Erasmus-Veranstaltungen:<br \/>Es gibt sehr viele Freizeitangebote f\u00fcr Erasmusstudenten wie zum Beispiel gemeinsames Schlittschuhlaufen oder ein Sport in dem man in einem riesigen Gummiball steckt und gegen andere Gummib\u00e4lle um die Wette rollt. Auch der Weinmarkt der zweimal stattfand ist sch\u00f6ner in einer Gruppe zu genie\u00dfen. Am Anfang des Semesters zeigten eine Gruppe erfahrener franz\u00f6sischer Studenten den Erasmusstudenten am Quartier Richter (das ist die Fakult\u00e4t wo \u00d6konomie unterrichtet wird) die Universit\u00e4t. Sie gaben uns auch Tipps was das Studium und die Ausgangsm\u00f6glichkeiten betrafen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Kurse:<br \/>Bis auf einen Franz\u00f6sisch Kurs besuchte ich nur englische Kurse. Die Universit\u00e4t Montpellier 3 bietet f\u00fcr Studenten die im n\u00e4chsten Semester ins Ausland gehen wollten viele Kurse auf Englisch an. Das hatte den netten Nebeneffekt, dass die Klasse sehr klein war und ich fast immer mit Denselben Leuten in einem Kurs war. Wie schon vor der Anreise half mir mein Koordinator aus Montpellier sehr nett mit der Erstellung meines Stundenplans und anderen Fragen.<br \/>Der Franz\u00f6sisch Kurs war auch ein Angebot der Uni. Leider war er nicht kostenlos aber das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis war in Ordnung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig war, dass die Kurse nicht immer regelm\u00e4\u00dfig stattfanden. Es gab \u00f6fter Raum\u00e4nderungen oder Ausf\u00e4lle die man am Wochenanfang\u00a0 im online Stundenplan nachschauen musste. Sonst erlebte ich die Dozenten als kompetent und angenehm.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Sport:<br \/>Die gute Nachricht ist: die Unisportkurse sind kostenlosen. Der Haken: man muss erst eine k\u00f6rperliche und seelische Begutachtung \u00fcber sich ergehen zu lassen. Die aber nicht unangenehm ist. Termine sind schwer zu bekommen wenn man nicht lange warten will sollte man sich also fr\u00fch um einen Termin k\u00fcmmern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Unterhaltkosten:<br \/>Ich habe mich sehr gefreut, als ich mein Erasmusgeld erhalten habe! Die Lebensmittel sind leider sehr teuer, daf\u00fcr ist der Erasmussatz aber auch h\u00f6her als in manch anderen L\u00e4ndern. Im Laufe des Semesters haben wir dann rausgefunden dass 1. Die Hyperm\u00e4rkte (sehr gro\u00dfe Superm\u00e4rkte z.B. im Odysseum) sehr viel billiger waren und so zogen wir etwa jede Woche gemeinsam los um in die etwas entfernt gelegenen Hyperm\u00e4rkte zu kommen. 2. Gibt es in Montpellier mehrere Lidelfilalien, diese sind um einiges erschwinglicher als die franz\u00f6sischen Superm\u00e4rkte. Auf franz\u00f6sische Lebensmittel muss man trotzdem nicht verzichten da das Sortiment gemischt ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wohnen:<br \/>Als ich h\u00f6rte wie viel meine Kommunionen f\u00fcr ihre Wohnungen bezahlen mussten war ich froh im Wohnheim zu wohnen, auch bekam ich durch die Uni und in der Freizeit genug franz\u00f6sisch zu h\u00f6ren, so dass ich dies nicht vermisste. Allerdings gab es ein paarmal einen bitteren Beigeschmack: Es gibt im Wohnheim einen eigenen Waschsaloon der auch eine extra T\u00fcr hat die man nur mit einem Schl\u00fcsselchip \u00f6ffnen kann. Trotzdem wurde mir ein Teil meiner W\u00e4sche aus der Waschmaschine gestohlen.\u00a0 Auch war es nervig dass die Zimmert\u00fcr, welche mit einem Schl\u00fcsselchip funktionierte, nicht immer direkt aufging und ich einmal 1 \u00bd Stunden warten musste. Allerdings ist man nie alleine wenn man ein Problem hat: Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt und k\u00fcmmert sich zum Beispiel darum wenn man seinen Schl\u00fcssel vergessen hat.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Transportmittel:<br \/>Ein Tramticket kann man 1 Stunde lang benutzen und kostet 1,50\u20ac einzeln und 1\u20ac im 10er Packet. Allerdings sollte man an den Automaten lieber mit Karte bezahlen, da diese manchmal manipuliert werden.<br \/>Wenn man l\u00e4nger in Montpellier bleib, empfiehlt es sich eine Monatskarte f\u00fcr ca. 28\u20ac zu kaufen. Diese kann an den Tramb\u00fcros, zum Beispiel am Bahnhof , erworben werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bank:<br \/>Es ist sinnvoll ein franz\u00f6sisches Bankkonto zu er\u00f6ffnen. Es ist meist kostenlos und oft bekommt man einen Bonus f\u00fcr eine Kontoer\u00f6ffnung. Es ist nur viel Papierkram. Wenn man CAF (Das Wohngeld) beantragen will ist ein franz\u00f6sisches Konto Pflicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>CAF:<br \/>Das Wohngeld steht allen Studenten zu die nicht mehr zuhause wohnen. Allerdings will das Amt sehr viele Unterlagen (wie zum Beispiel eine Internationale Geburtsurkunde). Manchmal hat man das Gef\u00fchl das sie nur noch mehr Dokumente haben wollen um nicht zahlen zu m\u00fcssen. Es hei\u00dft dran bleiben und nicht locker lassen. Ich selbst habe mein CAF noch nicht bekommen aber hoffe es noch zu erhalten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h1 class=\"wp-block-heading\">AUSLANDSSEMESTER TEIL 3<\/h1>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Pr\u00fcfungen der Universit\u00e4t Montpellier 1 fanden fast alle in ein Geb\u00e4ude in der N\u00e4he der Universit\u00e4t Montpellier 3 statt. Ich hatte 4 schriftliche Pr\u00fcfung und eine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung im Fach Franz\u00f6sisch. In einem Fach hatte es \u00fcber das Semester hinweg immer wieder kleinere m\u00fcndliche Tests (in Form von Referaten) und schriftliche Vokabelabfragen abfragen gegeben deswegen entfiel hier die Pr\u00fcfung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Da die letzte Pr\u00fcfung am 21.12.2014 stattfand musste ich danach schnell abreisen. Leider fielen damit auch die Vorbereitung f\u00fcr die Abreise in die Lernphase. Die meisten Versicherungen mussten wieder gek\u00fcndigt werden und auch die R\u00fcckreise musste geplant werden. Da Germanwrings nur in der Sommerzeit nach Frankreich fliegt, und die Alternativen sehr teuer sind, entschied ich mich mit dem Fernbus wieder nach Hause zu fahren. Dies hatte auch den netten Nebeneffekt das ich so viel Gep\u00e4ck wie m\u00f6glich mitnehmen konnte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mein Koordinator schickte mir sp\u00e4ter meine Noten und die n\u00f6tigen Unterlagen f\u00fcr das Erasmusamt per Mail und Post.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Fazit:<br \/>Ich kann ein Auslandssemester Jedem empfehlen der Lust hat neue Erfahrungen zu machen und neue Blickwinkel einzunehmen. Dies bezieht sich auch aufs Studium weil man neue Denkweisen im eigenem Studienfach kennen lernen kann. Angst alleine zu sein muss man eigentlich keine haben denn man trifft wenn man sich etwas bem\u00fcht st\u00e4ndig neue Leute. Ich kann aber nur empfehlen sich gut vorzubereiten denn man ist auch so gefordert genug sich mit allem neuen zu arrangieren. Es ist jedenfalls eine Erfahrung die sich lohnt.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; by Alena Luca Herwartz<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=329"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":331,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329\/revisions\/331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/auslandsstudium\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}