{"id":123,"date":"2020-12-07T10:09:19","date_gmt":"2020-12-07T09:09:19","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/fachbereich2\/?p=123"},"modified":"2021-01-22T11:45:20","modified_gmt":"2021-01-22T10:45:20","slug":"was-macht-eigentlich-eine-institutssekretaerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/fachbereich2\/2020\/12\/07\/was-macht-eigentlich-eine-institutssekretaerin\/","title":{"rendered":"Was macht eigentlich &#8230; eine Institutssekret\u00e4rin?"},"content":{"rendered":"<p>Rosi Heuser ist gelernte Gro\u00df- und Au\u00dfenhandelskauffrau und war viele Jahre als Verkaufssachbearbeiterin eines marktf\u00fchrenden Hygieneartikelherstellers t\u00e4tig. Nach ihrer Elternzeit orientierte sie sich beruflich noch einmal um und ist nun bereits seit acht Jahren Sekret\u00e4rin des Instituts f\u00fcr Kulturwissenschaft am Koblenzer Campus. Sie sch\u00e4tzt die abwechslungsreichen Aufgaben und den Kontakt zu Studierenden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. \u201eDas hat einfach von Anfang an gepasst und Spa\u00df gemacht\u201c, sagt sie \u00fcber ihre berufliche Entscheidung. Mittlerweile ist sie aus der Kulturwissenschaft nicht mehr wegzudenken. Ob Modulhandbuch, Pr\u00fcfungsordnung oder was ansonsten mit Struktur und Verwaltung im Studiengang zu tun hat, Rosi Heuser hat alles im Blick. \u201eDas muss ich mal Frau Heuser fragen\u201c, ist nicht grundlos zum gefl\u00fcgelten Wort unter KuWi-Studierenden wie Lehrenden geworden. Seit einiger Zeit unterst\u00fctzt sie auch das Dekanat mit ihrem Know-how in Sachen Haushalt und Finanzen.<!--more--><\/p>\n<p><strong><em>\u201eIch bin jemand, der sich gern in Excel-Dateien\u00a0 reinfuchst\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wer bisher glaubte, das kommentierte Vorlesungsverzeichnis, Veranstaltungen und Pr\u00fcfungss\u00e4tze in Klips erschienen jedes Semester wie von Zauberhand, dem sei gesagt: Die Koordination der Lehrveranstaltungen in der Kulturwissenschaft ist eine echte Herausforderung und bedarf umfangreicher Vorarbeit. Weil so viele Institute involviert sind, m\u00fcssen aufwendige R\u00fccksprachen gehalten werden, um \u00dcberschneidungen zu vermeiden und entsprechende R\u00e4ume zu buchen. Zudem m\u00fcssen etwa Institutsrats- und Fachbereichssitzungen protokolliert werden. \u201eNicht gerade meine liebste Arbeit\u201c, gibt Rosi schmunzelnd zu. Neben der Pr\u00fcfungsorganisation kontrolliert die Institutssekret\u00e4rin auch die von den Studis verfassten Transcripts of Records. Was von vielen Studierenden als l\u00e4stige Aufgabe empfunden wird, nimmt auch in der Pr\u00fcfung viel Arbeitszeit in Anspruch. Dar\u00fcber hinaus hat sie den Institutshaushalt mitsamt den verschiedenen Kostenstellen immer im Blick. \u201eIch mag es, mit Zahlen zu arbeiten, und fuchse mich ganz gern in Excel-Tabellen rein. Zum Beispiel bei Kostenaufstellungen von Drittmittelprojekten muss alles auf den Cent genau stimmen.\u201c<\/p>\n<p>Rosi Heuser arbeitet sehr strukturiert und akribisch, gibt aber auch zu bedenken, dass die unflexiblen Strukturen viele Prozesse langwierig und kompliziert machen. Dabei hat die Corona-Lage gezeigt, dass es auch pragmatischer geht, etwa bei Rechnungspr\u00fcfungen und digitalen Unterschriften.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eGuten Morgen, Herr Professor!\u201c<\/em><\/strong><strong> \u2013 Die Verbindende Instanz zwischen Studierenden und Lehrenden<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl im Sekretariat alle F\u00e4den zusammenlaufen, ist Rosi Heuser sehr bescheiden, wenn es um ihre Verdienste in der KuWi geht. Sie ist die erste Anlaufstelle f\u00fcr Studierende, sch\u00e4tzt den Kontakt mit jungen Leuten und hilft, wo sie kann. \u201eIn vielen Fragen bin ich gar nicht die richtige Ansprechpartnerin und muss an die Zust\u00e4ndigen verweisen. Einige Dinge k\u00f6nnten Studierende sicher auch mit einem Blick ins Modulhandbuch kl\u00e4ren, da kommt schon manchmal eine ganze Flut an Mails. Andererseits geh\u00f6rt das auch irgendwie dazu und es ist gut, dass sich Studierende an mich wenden k\u00f6nnen.\u201c Nach dem Ansturm in der Vorlesungszeit kehrt in den G\u00e4ngen Ruhe ein. Dann ist es m\u00f6glich, konzentriert an Dingen zu arbeiten, die vorher liegen bleiben mussten. Doch was im Onlinesemester fehlt, ist die R\u00fcckkehr des lebendigen Treibens, wie der nat\u00fcrliche Wechsel der Jahreszeiten. Vor allem f\u00fcr Erstsemester ist es seltsam, sich gar nicht am Campus aufzuhalten. Rosi erinnert sich noch gut an ihren ersten Tag an der Uni und die Unsicherheiten, wenn einem das akademische Leben noch v\u00f6llig fremd ist. \u201eIch wei\u00df noch, als Herr Ackermann zum ersten Mal hereinkam und ich nicht wusste, wie ich ihn ansprechen soll. Er sagte: \u201eGuten Morgen!\u201c und ich antwortete unsicher: \u201eGuten Morgen, Herr Professor!\u201c. Sie lacht herzlich und f\u00fcgt hinzu: \u201eDas war das erste und einzige Mal, dass ich ihn so genannt habe.\u201c Mittlerweile habe sie gelernt, dass f\u00fcr eine respektvolle Zusammenarbeit das Nennen akademischer Titel nicht unbedingt n\u00f6tig sei. Was die Lehrenden der KuWi inhaltlich vermitteln, interessiert Rosi Heuser sehr. \u201eIch bekomme die Themen ja meist nur am Rande mit, dachte aber immer, ich m\u00fcsste mich eigentlich mal in eine Veranstaltung setzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Sekret\u00e4rinnen \u2013 eine tragende S\u00e4ule im Forschungs- und Lehrbetrieb <\/strong><\/p>\n<p>M\u00fctterliche Ratgeberin oder gute Seele des Instituts \u2013 das sind keine hinreichenden Beschreibungen f\u00fcr eine Institutssekret\u00e4rin. Vor allem weil diese Klischees suggerieren, Sekret\u00e4rinnen w\u00fcrden ihren Beruf vor allem aus N\u00e4chstenliebe und aufgrund ihrer hilfsbereiten, aufopferungsvollen Pers\u00f6nlichkeit aus\u00fcben. Rosis Geduld mit den Studierenden und ihre liebevolle Art tragen zwar auf wunderbare Weise zur famili\u00e4ren Stimmung am Institut bei, aber anstatt die m\u00fctterlichen Attribute der Sekret\u00e4rinnen des Fachbereichs, allesamt Frauen, in den Vordergrund zu stellen, sollte deutlich werden: Sie sind alle interessiert, sehr gut ausgebildet und machen einen ausgezeichneten Job! Dina Necke (Anglistik und Amerikanistik), Irina Jalowoy (Fremdsprachliche Bildung in der Grundschule) Anja Euteneuer und Carina Stecker (Germanistik), Isabella Kreter (Katholische Theologie), Claudia Erdmann (Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft &amp; -p\u00e4dagogik), Claudia Schulz (Philosophie), Nadine H\u00f6ller (Evangelische Theologie), Heike Knauf (Geschichte), Fanny Bazin (Dekanat) und Rosi Heuser ist ein gro\u00dfer Dank auszusprechen daf\u00fcr, dass sie den Laden selbst in Krisenzeiten am Laufen halten.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Foto: Stefanie Kr\u00f6ber<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rosi Heuser ist gelernte Gro\u00df- und Au\u00dfenhandelskauffrau und war viele Jahre als Verkaufssachbearbeiterin eines marktf\u00fchrenden Hygieneartikelherstellers t\u00e4tig. 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