{"id":599,"date":"2020-11-02T13:40:36","date_gmt":"2020-11-02T12:40:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/?p=599"},"modified":"2021-12-09T20:49:52","modified_gmt":"2021-12-09T19:49:52","slug":"lagom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/2020\/11\/02\/lagom\/","title":{"rendered":"LAGOM &#8211; zu viel oder zu wenig?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2020\/11\/Postkarte-22Lagom22-702x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-618\" width=\"247\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2020\/11\/Postkarte-22Lagom22-702x1024.jpg 702w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2020\/11\/Postkarte-22Lagom22-206x300.jpg 206w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2020\/11\/Postkarte-22Lagom22.jpg 708w\" sizes=\"auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>\u201eLagom\u201c und das Studium. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Frage: Was ist zu viel, was zu wenig? Gerade Corona verschiebt Grenzen und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeiten und zwingt uns allen diese Frage auf. F\u00fcr jede\/n stellt sie sich ganz individuell.<\/p>\n<p>F\u00fcr Erstsemester liegt der Fokus auf dem Start ihres Studiums in dieser sonderbaren Zeit. Werde ich mich w\u00e4hrend des Semesters \u00fcberfordert f\u00fchlen oder werde ich gar nicht merken, dass ich im Moment mein Studium absolviere, weil sich mein Leben \u00fcberhaupt nicht ver\u00e4ndert hat? Denn durch die Corona-Krise f\u00e4llt nicht nur der Austausch von Lehrenden und Studierenden aus, sondern auch die Vernetzung zwischen den Studierenden. Wenn ich keine anderen Studierenden um mich habe, und keine Universit\u00e4t, woran erkenne ich dann, dass ich \u00fcberhaupt studiere?<\/p>\n<p>Und wie soll ich einen \u00dcberblick davon bekommen, was im Studium allgemein und vor allem f\u00fcr meine F\u00e4cher wichtig ist? Wie organisiere ich mein Studium, wenn ich mich mit niemandem austauschen kann, weil alles digital und asynchron stattfindet? Wie soll ich mich an meinem neuen Studienort einleben, geschweige denn heimisch f\u00fchlen, wenn Landau wie leergefegt wirkt? Also zu wenig Austausch und Kennenlernen stattfinden kann?<\/p>\n<p>Sind Hilfslosigkeit und Verzweiflung im Corona-Studium 2020 vorprogrammiert? Selbst fortgeschrittene Studierende f\u00fchlten sich im Sommersemester oft wie ein Blatt im Herbst, dass durch den Wind hin- und hergetragen wird. Also sogar Studierende, die das Studieren schon auf normalen Weg kennen gelernt hatten, f\u00fchlten sich alleingelassen und \u00fcberfordert. \u00dcber-fordert. Das hei\u00dft, es war ihnen zu viel Herausforderung.<\/p>\n<p>Wie also wei\u00df ich, wie viel ich schaffe, wann ich \u00fcberfordert bin, und wann es genug \u2013 oder halbwegs richtig \u2013 ist? Mein Tipp: Haltet Euch zun\u00e4chst mal an alles, was greifbar ist: Der erste Schritt besteht z.B. immer darin, alle ben\u00f6tigten Modulhandb\u00fccher zu studieren und dann herauszufinden, was brauche ich eigentlich, und wo und wie finde ich das jetzt im digitalen Semester?<\/p>\n<p>Ein Vorteil des digitalen Semesters liegt ja darin: Die Informationen, die die F\u00e4cher bereitstellen, k\u00f6nnen jederzeit aufgerufen werden. Auch die digital abrufbaren Angebote vom Kompetenzzentrum f\u00fcr Studium und Beruf, wie zum Beispiel die Chats in der Orientierungswoche, sowie in der ersten Vorlesungswoche helfen dabei, sich im ersten Semester zu orientieren. Allerdings muss ich mir selbst einen Plan machen, in dem ich die Zeitfenster der Angebote organisiere. Nur dann kann ich alles wahrnehmen, was mir zur Unterst\u00fctzung angeboten wird.<\/p>\n<p>Aber was mache ich, wenn ich meinen Stundenplan habe und mir im Semester einfach nur jeden Tag die Folien der Dozenten anschaue? Lerne ich dabei denn wirklich, wissenschaftlich zu arbeiten? Oder auf was Dozenten bei Hausarbeiten achten?&nbsp;Lehrende k\u00f6nnen zwar fachliche Informationen bereitstellen, aber wie kann ich mich pers\u00f6nlich weiterentwickeln und mein Studium an mich und meine Ziele und Interessen so anpassen, dass ich am Ende erreiche, was ich mir w\u00fcnsche? Sich diese Frage zu stellen, ist \u00fcbrigens ganz wichtig. Denn am Ziel orientiert sich das (richtige) Ma\u00df: \u201eLagom\u201c!<\/p>\n<p>Wenn ich in zwei Semestern fertig studieren will (Achtung, das ist keine Empfehlung!!!), dann muss ich mir ein anderes Ma\u00df an Arbeit zumuten als wenn ich mir daf\u00fcr acht Semester Zeit lassen will. Der Schl\u00fcssel hei\u00dft: Selbstorganisation und eine realistische Einsch\u00e4tzung meiner F\u00e4higkeiten, meiner Belastbarkeit und meiner Flexibilit\u00e4t. Corona bietet uns allen Gelegenheit, uns \u00fcber diese Punkte klarer zu werden \u2013 weil wir es m\u00fcssen \u2026 und die Kompetenzen auszubauen, die etwas mit Durchhalten, Selbstdisziplin und Planung, Resilienz und sozialen Beziehungen zu tun haben. Zugegeben, eine ganze Menge auf einmal! Die pers\u00f6nliche Kompetenzerweiterung ist schon lange ein Thema im Kompetenzzentrum f\u00fcr Studium und Beruf. Das KSB unterst\u00fctzt alle studienbegleitenden Erkenntnis- und Lernprozesse aktiv und individuell. Ob es sich nun um wissenschaftliches Arbeiten oder Selbstorganisation und Projektmanagement handelt, ob darum, wirkungsvoll und selbstbewusst aufzutreten und zu pr\u00e4sentieren, oder um den Einstieg in das Berufsleben vorzubereiten \u2013 durch ein breit gef\u00e4chertes Angebot an Schl\u00fcsselkompetenzkursen findet jede\/r Studierende genau das, was sie\/ihn pers\u00f6nlich weiterbringt. Gerade zu Studienbeginn helfen auch die Vorkurse des KSB, einen Einstieg in die akademische Umgebung zu finden, und es gibt immer Begleitangebote durch studentische Mentor\/innen und Begleiter\/innen, die einen auf Augenh\u00f6he abholen.<\/p>\n<p>Und dann f\u00fchlt man sich am Ende doch nicht so alleine, wie man anfangs dachte.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Autorin: Karin Garder<\/p>\n<p>Redaktion: Sophie Oleynik<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eLagom\u201c und das Studium. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Frage: Was ist zu viel, was zu wenig? Gerade Corona verschiebt Grenzen und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeiten und zwingt uns allen diese Frage auf. F\u00fcr jede\/n stellt sie sich ganz individuell. 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