{"id":740,"date":"2021-05-13T16:06:09","date_gmt":"2021-05-13T14:06:09","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/?p=740"},"modified":"2021-12-09T21:04:44","modified_gmt":"2021-12-09T20:04:44","slug":"gesichter-am-mittwoch-deborah-freifrau-von-blittersdorff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/2021\/05\/13\/gesichter-am-mittwoch-deborah-freifrau-von-blittersdorff\/","title":{"rendered":"Gesichter am Mittwoch &#8211; Deborah Freifrau von Blittersdorff"},"content":{"rendered":"<p><em>von Sophie&nbsp;<\/em><i>Oleynik<\/i><\/p>\n<p>In diesem Semester wollen wir vom KSB Ihnen einige der Referent:innen unserer Corona-Sessions vorstellen. Was motiviert sie zu der Arbeit mit Studierenden? Wie ging es ihnen selbst im Studium? Welche Verbesserungen oder Erkenntnisse erhoffen sie sich von der Pandemie? Freuen Sie sich auf spannende Antworten unserer Referent:innen auf diese und weitere Fragen!<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-745 alignright\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/04\/BEwerbungsfoto-232x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/04\/BEwerbungsfoto-232x300.jpeg 232w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/04\/BEwerbungsfoto.jpeg 758w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/span><\/p>\n<p>Deborah Freifrau von Blittersdorff hat in Landau Diplom-Sozialwissenschaften studiert und arbeitet seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung f\u00fcr Soziologie (Fachbereich 6: Institut f\u00fcr Sozialwissenschaften). Inhaltlich liegen ihre Schwerpunkte hier in den Bereichen &#8222;Bildungswesen in Deutschland&#8220; mit besonderem Schwerpunkt auf Merkmale, Zusammenh\u00e4nge und Interventionsm\u00f6glichkeiten von Chancenungleichheit und Bildungsbenachteiligung im deutschen Bildungssystem sowie Sozialisation von Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<p><b><i>Was motiviert Sie Studierende zu unterst\u00fctzen (beispielsweise durch Corona-Sessions)?<\/i><\/b><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich bin ich ein sehr kommunikativer Mensch, der gerne Bindungen mit seinen Mitmenschen eingeht. In der aktuellen Zeit sind wir alle zu sehr viel mehr sozialem Abstand gezwungen, als wir es gewohnt sind. Die M\u00f6glichkeit, die universit\u00e4re Lehre in digitalem Format aufrechtzuerhalten, bietet selbstverst\u00e4ndlich sehr viele Vorteile und beinhaltet Chancen, auf der anderen Seite erlebe ich die \u201edigitalen\u201c Kontakte als weitaus distanzierter als im pers\u00f6nlichen Zusammensein. Gerade jetzt bewerte ich es als \u00e4u\u00dferst wichtig, Kommunikation anzuregen und eine Plattform f\u00fcr den Austausch zu bieten.<\/p>\n<p><b><i>An was denken Sie, wenn Ihnen einmal alles zu viel wird?<\/i><\/b><\/p>\n<p>Wenn ich das Gef\u00fchl habe, dass mir \u201eAlles\u201c zu viel wird, versuche ich zuerst einmal herauszufinden, um was es sich bei \u201eAllem\u201c \u00fcberhaupt handelt. Das h\u00f6rt sich banal an, ist es meiner Erfahrung nach allerdings ganz und gar nicht.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Zuerst muss ich also herausfinden: Hab ich zu viel zu tun, zu viele Aufgaben zu erledigen? In diesem Fall versuche ich das Ganze strategisch anzugehen und mir mit einer To-Do-Liste einen \u00dcberblick zu verschaffen. Sicherlich muss nicht alles auf einmal erledigt werden und ich kann mir so realistische Tagesziele setzen.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Manchmal stelle ich bei dieser Betrachtung aber auch fest, dass es sich bei \u201eAlles ist zu viel\u201c einfach um ein Gef\u00fchl handelt, mal wieder eine Pause zu brauchen. Das ist bei mir ganz pers\u00f6nlich oft dann der Fall, wenn ich das Gef\u00fchl, dass mir eigentlich \u201eAlles\u201c zu viel ist, zu lange ignoriert habe und mir zu wenig Zeit f\u00fcr die sch\u00f6nen Dinge des Lebens genommen habe. Das versuche ich dann nachzuholen, um wieder neue Energie zu tanken.<\/p>\n<p><b><i>&nbsp;Was ist der Schl\u00fcsselmoment in Ihrer bisherigen Karriere? Haben Sie einen Tipp f\u00fcr Studierende, den f\u00fcr sie richtigen beruflichen Weg einzuschlagen?<\/i><\/b><\/p>\n<p>Einen ganz besonderen Schl\u00fcsselmoment in meiner bisherigen Karriere kann ich nicht benennen. Ein Tipp, den mir jemand, den ich sehr sch\u00e4tze, mit auf den Weg gegeben hat, ist: Ich stelle mir vor, ich sei bereits am Ende meines Lebens angekommen, blicke zur\u00fcck und stelle mir die Frage: Welches sind die Dinge, die ich hier besonders bereuen w\u00fcrde, nicht getan zu haben?<\/p>\n<p>Ich denke, dass es auch bei der beruflichen Karriere wichtig ist, Priorit\u00e4ten zu setzen und hierbei achtsam mit sich selbst zu sein, sich nicht darauf zu konzentrieren, was die anderen tun, sondern f\u00fcr sich ganz individuell den richtigen Weg zu finden. Nicht f\u00fcr jeden Menschen stellen die gleichen Ziele auch die \u201erichtigen\u201c dar.<\/p>\n<p><b><i>Was nehmen Sie aus der aktuellen Lage mit? Was wird sich in Ihrem Leben \u00e4ndern?<\/i><\/b><\/p>\n<p>Aus der aktuellen Situation nehme ich mit, dass ich die bisherigen \u201eSelbstverst\u00e4ndlichkeiten\u201c des t\u00e4glichen Lebens mehr achten m\u00f6chte. Darunter verstehe ich beispielsweise die M\u00f6glichkeit f\u00fcr meine Kinder zur Schule zu gehen oder auch grundlegende Werte und Rechte wie Freiheit und Selbstbestimmung.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Vieles, was wir f\u00fcr uns jeden Tag selbstverst\u00e4ndlich in Anspruch nehmen, ist in anderen Teilen der Welt so nicht gegeben. Die Erfahrung, wahrscheinlich nur ansatzweise zu sp\u00fcren, wie es sich anf\u00fchlt, in diesen Bereichen begrenzt zu werden, wird mich sicherlich auch nachhaltig begleiten.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sophie&nbsp;Oleynik In diesem Semester wollen wir vom KSB Ihnen einige der Referent:innen unserer Corona-Sessions vorstellen. Was motiviert sie zu der Arbeit mit Studierenden? Wie ging es ihnen selbst im Studium? 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