{"id":774,"date":"2021-05-27T13:19:31","date_gmt":"2021-05-27T11:19:31","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/?p=774"},"modified":"2021-12-09T21:04:01","modified_gmt":"2021-12-09T20:04:01","slug":"gesichter-am-mittwoch-mara-dralle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/2021\/05\/27\/gesichter-am-mittwoch-mara-dralle\/","title":{"rendered":"Gesichter am Mittwoch: Mara Dralle"},"content":{"rendered":"<p>Von Sophie Oleynik und Dr. Irene Lamberz<\/p>\n<p>Mara Dralle lebt seit 15 Jahren mit ihrer Familie in Landau. Ihr Weg zum Studium war etwas ungew\u00f6hnlicher als bei anderen: Zun\u00e4chst absolvierte sie eine Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin und sammelte in diesem Beruf Erfahrung, unter anderem auch zwei Jahre als Disponentin, also berufsfremd. &#8222;Das hat meinen Blick erweitert und meine F\u00e4higkeiten ausgebaut&#8220;, sagt sie. Mit 30 hat sie sich entschlossen, \u00fcber den berufsqualifizierten Einstieg Erziehungswissenschaften zu studieren; zu diesem Zeitpunkt war ihre Tochter noch klein. Insofern sei es keine leichte Aufgabe gewesen, meint sie im R\u00fcckblick, bereut habe sie es aber bis heute nicht. 2016 hat sie ihre Leidenschaft f\u00fcr die systemische Beratung entdeckt und eine Ausbildung angefangen. Parallel hat sie immer wieder als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet. Diese Erfahrungen haben ihren Blick auf das Studium und die Lehre neben den eigenen Erfahrungen als Studierende sehr gepr\u00e4gt. Anfang 2020 kam Mara als Unterst\u00fctzung zum Kompetenzzentrum f\u00fcr Studium und Beruf. &#8222;Das war f\u00fcr mich eine sehr besondere und wertvolle Zeit&#8220;, meint sie.&nbsp;<\/p>\n<p>Um Euch Mara vorzustellen, haben wir ihr einige Fragen gestellt:<\/p>\n<figure id=\"attachment_785\" aria-describedby=\"caption-attachment-785\" style=\"width: 256px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-785\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/05\/IMG_20210516_161850_edit_685418499059981-286x300.jpg\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/05\/IMG_20210516_161850_edit_685418499059981-286x300.jpg 286w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/05\/IMG_20210516_161850_edit_685418499059981-977x1024.jpg 977w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/05\/IMG_20210516_161850_edit_685418499059981-768x805.jpg 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/05\/IMG_20210516_161850_edit_685418499059981-1466x1536.jpg 1466w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/05\/IMG_20210516_161850_edit_685418499059981-1954x2048.jpg 1954w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-785\" class=\"wp-caption-text\">Mara Dralle<\/figcaption><\/figure>\n<p><em><strong>1. Wie w\u00fcrdest Du\/w\u00fcrden Sie Dein eigenes Studium in drei Adjektiven beschreiben?<\/strong><\/em><br>Flexibel, ausdauernd und individuell<\/p>\n<p><em><strong>2. Wenn Du eine Verbesserung der Situation Studierender w\u00e4hrend und nach der Pandemie erreichen wolltest, welche w\u00e4re es?<\/strong><\/em><br>Deutlich bessere und angenehmere Angebote f\u00fcr Studierende zur Vernetzung und Beachtung ihrer pers\u00f6nlichen Situation. Strukturell muss da deutlich mehr gehen. Eine Lehre, die zeitgem\u00e4\u00df ist, unabh\u00e4ngig von Covid 19.&nbsp; Und eine Online-Pr\u00e4senzpflicht auch f\u00fcr Lehrende, da ich der \u00dcberzeugung bin, dass diese Verantwortung f\u00fcr beide Seiten gelten sollte und vor allem f\u00fcr junge Menschen ein stabilisierender Faktor ist, wenn Dozent*innen sich mit ihrem Profil zeigen und lehren. Es kann viel kreativer und moderner in didaktischer Hinsicht gestaltet werden. Dozent*innen sollten vielmehr auf Studierende eingehen, individuelle Aspekte ber\u00fccksichtigen, wenn auch nicht zwangsl\u00e4ufig deshalb bevorteiligen, wohl aber offener sein f\u00fcr Faktoren, die das Studium beeinflussen und Hilfestellungen oder daf\u00fcr L\u00f6sungsans\u00e4tze bieten.<\/p>\n<p><em><strong>3. An was denkst Du, wenn Dir einmal alles zu viel wird?<\/strong><\/em><br>Ich meditiere gerne, dort ist mein Kraftort je nach Gem\u00fctslage ist es ein sch\u00f6ner Garten, oder das Meer. Einfach mal die Seele baumeln lassen und tief durchatmen.&nbsp; Zeit mit der Familie verbringen, lachen, Spa\u00df haben, entspannen. Im Alltag, wenn es schnell gehen muss, vergisst man das gerne, besonders dann ist es wichtig und sollte Raum haben.<\/p>\n<p><em><strong>4. Was w\u00fcnschst Du Dir f\u00fcr einen \u201cCorona-Lerneffekt\u201d f\u00fcr die Gesellschaft?<\/strong><\/em><br>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist der Effekt schon eingetreten, ich habe gelernt die \u201ekleinen\u201c Dinge des Lebens viel mehr Wert zu sch\u00e4tzen. Das L\u00e4cheln einer fremden Person, ein \u201eBitte\u201c, ein \u201eDanke\u201c, jemanden im Supermarkt den Vortritt lassen, wenn es passt. Ein kleines Kompliment, kostet mich kaum Aufwand und vers\u00fcsst jemand anderem den Tag, was gibt es&nbsp; Sch\u00f6neres? Besonders die Zeit mit meinen Kindern ist viel wertvoller geworden, Momente, die ich fr\u00fcher so schnell vergessen habe, haben nun eine besondere Wirkung, weil ich den Tag \u00fcber \u00f6fter daran denke und l\u00e4cheln muss.<br>Ich f\u00fcr meinen Teil konzentriere mich viel mehr auf meine Welt, was mir gut tut, was mich weiterbringt und wie ich dazu beitragen kann, dass mein Umfeld davon mitprofitiert. Ich bin der Meinung das kann auch auf gesellschaftlicher Ebene gro\u00dfe Wellen schlagen, ich w\u00fcnsche mir dass die Menschen diesen Wert in ihrem eigenen Leben entdecken k\u00f6nnen und vor allem ein st\u00e4rkeres Empfinden f\u00fcr ihr Umfeld und f\u00fcr Kollektivit\u00e4t entwickeln. Es geht nicht darum den eigenen Egoismus oder Individualismus zu bef\u00f6rdern, vielmehr geht es darum, sich den eigenen St\u00e4rken und M\u00f6glichkeiten bewusst zu werden und das anderen auch zugutekommen zu lassen, die es brauchen, um in ihre Kraft zu kommen.<\/p>\n<p><em>\u00dcbrigens: Seit Februar 2021 unterst\u00fctzt Mara das KSB im Projekt NeuStart f\u00fcr Studienzweifler*innen und schildert ihre Einblicke: &#8222;Die Studierenden, die in die Beratung kommen, stehen an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben; sie haben (Selbst-)zweifel, erleben Frust und Ohnmacht, resignieren teilweise, haben Zukunfts\u00e4ngste und befinden sich in individuellen Rollenkonflikten. Diese Themenbereiche erfordern sehr viel Empathie.&#8220;<\/em><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Sophie Oleynik und Dr. Irene Lamberz Mara Dralle lebt seit 15 Jahren mit ihrer Familie in Landau. 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