{"id":928,"date":"2021-12-20T10:31:53","date_gmt":"2021-12-20T09:31:53","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/?p=928"},"modified":"2022-01-13T11:50:02","modified_gmt":"2022-01-13T10:50:02","slug":"digitale-lehre-ein-schreckgespenst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/2021\/12\/20\/digitale-lehre-ein-schreckgespenst\/","title":{"rendered":"Digitale Lehre &#8211; Ein Schreckgespenst?"},"content":{"rendered":"<p><em><img class=\"alignright\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>Ein Beitrag von Kristin Schl\u00fcter<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-921 alignright\" src=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-08-um-21.41.51-1024x854.png\" alt=\"\" width=\"403\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-08-um-21.41.51-1024x854.png 1024w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-08-um-21.41.51-300x250.png 300w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-08-um-21.41.51-768x641.png 768w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-08-um-21.41.51-1536x1282.png 1536w, https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-content\/uploads\/sites\/76\/2021\/12\/Bildschirmfoto-2021-12-08-um-21.41.51.png 1933w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/><\/em><\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie hat so ziemlich alles durcheinandergewirbelt &#8211; auch das Studium: Das muss jetzt zum allergr\u00f6\u00dften Teil digital von Zuhause aus stattfinden. \u201eDigitale Lehre\u201c ist seither so etwas wie das \u201eSchreckgespenst der universit\u00e4ren Lehre\u201c; sie wird von vielen als gro\u00dfe Belastung empfunden, von einigen aber auch als eine positive \u00dcberraschung.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich teile eher letztere Ansicht und m\u00f6chte eine neue Perspektive auf das digitale Studium wagen. Warum und wieso erfahrt Ihr in diesem Blog-Beitrag. Und d\u00fcrft gern anderer Meinung sein, nat\u00fcrlich.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\">Am Anfang \u2013 ist alles anders!<\/span><\/h2>\n<p>Zu Beginn der Pandemie, im M\u00e4rz 2020, zeichnete sich ab, dass sich f\u00fcr Studierende die Art zu studieren deutlich ver\u00e4ndern wird. Als es losging, war schnell klar, dass Abstand und Kontaktreduzierungen angesichts voller Seminarr\u00e4ume utopisch und definitiv nicht realisierbar waren. Also alles auf online!<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\">Irgendwie nebul\u00f6s \u2013 aber spannend in puncto Kommunikation<\/span><\/h2>\n<p>Ich habe diese Situation in meinem zweiten Master-Semester als eine Zeit wahr\u00adgenommen, in der alles &#8211; inklusive der eigenen Zukunft \u2013 irgendwie in der Schwebe schien. Also orientierungslos. Gleichzeitig habe ich voller Spannung die Mails seitens der Uni \u00fcber die vermutlichen und tats\u00e4chlichen Ma\u00dfnahmen gelesen und mich mit Kommiliton*innen dar\u00fcber ausgetauscht. Unser Ziel war es, den Rest an Orientierung zu bewahren. Ein Spagat, der \u00fcber lange Zeit anhalten sollte.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\">Mehr Vernetzung und Solidarit\u00e4t<\/span><\/h2>\n<p>So etablierte sich bereits, was mich bis ans Ende meines Studiums begleiten sollte: Studierende, die bereits Erfahrungen und Kontakte an der Uni hatten, fingen an, sich gegenseitig in entsprechenden Whats-App Gruppen zu organisieren oder geb\u00fcndelt Mails mit Fragen im Namen aller an entsprechende Stellen zu schreiben, mehr als in all den Semestern zuvor. Die Kommunikation zwischen den Studis wurde also wichtiger und, auch wenn dies f\u00fcr meinen Studiengang grunds\u00e4tzlich der Fall war, solidarischer.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\"><strong>Engagement\u00b2<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Meine Erfahrung mit der digitalen Lehre war nahezu zu einhundert Prozent positiv. Vermutlich war ein solcher Umstieg in meinem Studiengang leichter als beispielsweise in Bereichen, die Forschung in Laboren voraussetzt. Aber dann war da auch das gro\u00dfe Engagement der Dozent*innen, die uns auch dann Inhalte n\u00e4her zu bringen versuchten, wenn sie anfangs viel zu oft auf ihrem Bildschirm nur zu anonymen, schwarzen Kacheln sprechen konnten.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\">Beeindruckende Lernkurve<\/span><\/h2>\n<p>Und auch bei uns Studis gab es einen riesige Lernkurve. Man musste sich erstmal trauen, in einem digitalen Seminar mitzudiskutieren und die Kamera anzuschalten. Musste lernen, sich in digitalen R\u00e4umen zurecht zu finden, sich und seine Arbeitsweise noch einmal v\u00f6llig neu zu organisieren. Und dann auch noch Gruppenarbeiten mit Kommiliton*innen \u00fcber alle m\u00f6glichen digitalen Kommunikations- und Sharing-Angebote zu bew\u00e4ltigen. Und das alles von jetzt auf gleich! Im Hinblick auf meine berufliche Zukunft bin ich am Ende aber doch ziemlich froh, dass ich in dieser besonderen Phase vieles neu habe lernen m\u00fcssen und d\u00fcrfen.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\">Digitales Studium: Gut f\u00fcr alle, die gem\u00fctlich, aber (oder deshalb) effizient sind\u2026<\/span><\/h2>\n<p>F\u00fcr Menschen, die sich gut selbst organisieren k\u00f6nnen und dabei ihren pers\u00f6nlichen Zeit- und Arbeitsrhythmus haben, ist die digitale Lehre eine wirkliche Chance. Und sicher war ich nicht die Einzige, die es genoss, einfach aus dem Bett heraus zu rollen und mit Kaffee in der Hand ohne gro\u00dfen Aufwand einfach den Laptop aufzuklappen und sofort dabei sein zu k\u00f6nnen. Wege konnten eingespart, damit verbundener Stress vermieden und Arbeit effizient gestaltet werden.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 14pt\">Und was ist mein pers\u00f6nliches Fazit? <\/span><\/h2>\n<p>Vieles ist mir sicher leichtgefallen, weil ich bereits einige Jahre Erfahrung mit dem Studium und einige Kommiliton*innen im Freundeskreis hatte. Gerade Studi-Anf\u00e4nger*innen w\u00fcnsche ich aber endlich wieder eine stabile Uni in Pr\u00e4senz! Ja, und mir eigentlich auch: Ist ja schlie\u00dflich auch mal ganz nett, Menschen wieder \u201ein echt\u201c treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Kristin studiert im Master Sozial- und Kommunikationswissenschaften und hat im KSB ein PR-Praktikum absolviert. Was sie von ihren Eindr\u00fccken aus dem Corona-Studium berichtet, hat auch viel damit zu tun, was uns im KSB generell besch\u00e4ftigt: Die Entwicklung von Kompetenzen! <\/em><em>Ihr PR-Praktikum hat Kristin \u201ehybrid\u201c absolviert und hier im KS_Blog einen eigenen Beitrag \u00fcber diese Zeit bei uns geschrieben.<br \/><\/em><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Kristin Schl\u00fcter Die Corona-Pandemie hat so ziemlich alles durcheinandergewirbelt &#8211; auch das Studium: Das muss jetzt zum allergr\u00f6\u00dften Teil digital von Zuhause aus stattfinden. \u201eDigitale Lehre\u201c ist seither so etwas wie das \u201eSchreckgespenst der universit\u00e4ren Lehre\u201c; sie<\/p>\n","protected":false},"author":599,"featured_media":921,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,4],"tags":[10,24,13],"class_list":["post-928","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-perspektiven","category-studium","tag-campus-landau","tag-corona","tag-studium"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/928","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/users\/599"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=928"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/928\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":978,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/928\/revisions\/978"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/media\/921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/ksbloglandau\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}