Sokratiker und Kyniker

Zuständigkeit:  Dr. Martin Meyer

Veranstaltungstyp: Seminar

Zeit: Mi., 14:00-16:00 Uhr

Ort: E 114

Mit Sokrates, so schreibt Aristoteles, sei die Philosophie zur Ethik abgebogen. Sokrates, so Cicero, habe die Philosophie vom Himmel auf die Erde geholt. Sokrates hat nichts Schriftliches hinterlassen. Unser modernes Sokratesbild ist von Platons Dialogen geprägt, wo Sokrates meist als Hauptfigur auftritt. Platon war aber nur einer von vielen Anhängern des Sokrates. Auch andere Sokratiker haben Schriften verfaßt. Sie waren zu ihrer Zeit v.a. in der Ethik einflußreich. Einige Sokratiker – wie Diogenes v. Sinope (der »Philosoph in der Tonne«) – wurden später als Kyniker bezeichnet. Die Kyniker gelten als Vorläufer der Stoiker.

Das Seminar diskutiert die ethischen Hauptgedanken der Sokratiker und Kyniker im Rekurs auf Diogenes Laertius (Buch II & Buch VI) – die wichtigste Quelle zur Philosophie dieser Denker.

Lernziel ist ein vertieftes historisch-systematisches Verständnis ethischer Kernprobleme.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Herausgegeben von Klaus Reich und Hans Günter Zekl (Felix-Meiner-Verlag. Philosophische Bibliothek 6749 Hamburg 2015 [17, 90 Euro]). Der Besitz des Textes ist Voraussetzung zur Zulassung.