{"id":1111,"date":"2019-12-21T19:36:32","date_gmt":"2019-12-21T18:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/unimus\/?page_id=1111"},"modified":"2019-12-21T19:50:04","modified_gmt":"2019-12-21T18:50:04","slug":"bjorn-waag","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/unimus\/kuenstler\/bjorn-waag\/","title":{"rendered":"Bj\u00f8rn Waag"},"content":{"rendered":"<p>In Norwegen geboren studierte Waag zun\u00e4chst Gesang Dirigieren Musikwissenschaft und Philosophie. Von 1979 bis 1981 war er Kulturredakteur beim Morgenbladet der \u00e4ltesten Tageszeitung Norwegens. 1981 wurde er Meistersch\u00fcler von Dietrich Fischer-Dieskau und Ernst Haefliger. Nach seinem ersten Festengagement in Trier 1984 holte ihn Tobias Richter1987 an die Bremer Oper von wo aus er 1994 ans Nationaltheater Mannheim wechselte. Es ging 2001 ans Theater Basel. Seitdem hat Waag mit den Opernh\u00e4usern in Saarbr\u00fccken dem Musiktheater im Revier und in Linz zusammengearbeitet. Mittlerweile hat er sich alle g\u00e4ngigen Partien seines Fachs insgesamt etwa 120 Rollen erarbeitet. Gastvertr\u00e4ge f\u00fchrten ihn an zahlreiche B\u00fchnen im In- und Ausland z. B. an die Bayerische Staatsoper das Staatstheater Stuttgart das Teatro La Fenice in Venedig und das Maggio Musicale Fiorentino in Florenz. Eine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit dem hr-Sinfonieorchester begann schon 1988 und zeitigte seitdem j\u00e4hrlich mehrere Produktionen beginnend mit der Er\u00f6ffnung des neuen Konzertsaals des HR wo Waag die Hauptpartie in Wolf-Ferraris La Vita Nuova unter Eliahu Inbals Leitung sang bis zu einer Reihe der gro\u00dfen Mozartopern beim W\u00fcrzburger Mozartfest unter Hugh Wolf. Waag \u00fcbersiedelte 1981 von Norwegen nach Deutschland.<\/p>\n<p>1995 erreichte Waag mit seinem Rollendeb\u00fct als Beckmesser seinen bis dahin gr\u00f6\u00dften Erfolg woraufhin ihn Wolfgang Wagner nach Bayreuth einlud. 1999 sang er die Titelrolle in der italienischen Erstauff\u00fchrung der Oper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm am Maggio Musicale Fiorentino. Daraufhin folgten weitere Produktionen in Italien. 2000\/2001 wirkte Waag in der umstrittenen Ring des Nibelungen-Inszenierung der Oper Graz mit. Er sang die Rollen des Alberich in Das Rheingold Siegfried und in G\u00f6tterd\u00e4mmerung sowie gleichzeitig den Gunther.<\/p>\n<p>Neben seinem S\u00e4ngerlaufbahn \u00fcbernahm Waag im Oktober 2003 einen Lehrstuhl an der Hochschule f\u00fcr Musik in Basel. Bis M\u00e4rz 2008 leitete er die dortige Fachgruppe Gesang\/Liedinterpretation war k\u00fcnstlerischer Leiter des von ihm entwickelten Studios f\u00fcr Musiktheater \u201eFront Stage Basel\u201c Initiator und Pr\u00e4sident des \u201eLiedForum Basel e.V\u201c.<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt in Waags Arbeit liegt bei der zeitgen\u00f6ssischen Musik. Walter Zimmermann schrieb f\u00fcr ihn seine H\u00f6lderlin-Oper Hyperion die 1993 in der Alten Oper Frankfurt uraufgef\u00fchrt wurde. Nach seinen Erfolgen in der Titelrolle von Manfred Trojahns Pirandello-Oper Enrico schrieb Zimmermann speziell f\u00fcr ihn die Partie des Narren in der Oper Was ihr wollt die 1998 an der Bayerischen Staatsoper uraufgef\u00fchrt wurde. Auch Detlef Heusinger Klaus Huber und Roland Moser schrieben Werke f\u00fcr Waag. 2012 sang er in der Urauff\u00fchrung von Moritz Eggerts Musiktheaterprojekt All diese Tage am Theater Bremen die Partie des Vaters. Im Winter 2012\/13 \u00fcbernahm er die Titelrolle in der deutschen Erstauff\u00fchrung von Manfred Trojahns Oper Orest an der Staatsoper Hannover. Im Rahmen der Veranstaltungen zur \u201eRUHR.2010\u201c war er beteiligt an Neuproduktionen u. a. von Puccini Strauss Korngold Ibanez Henze und Britten. Die Gestaltung der Hauptrolle des Zauberers Cipolla in Stephen Olivers Mario und der Zauberer am Theater Basel vollendete die Zusammenarbeit zwischen Hochschul- und gestalterisch-s\u00e4ngerischer T\u00e4tigkeit. Bjoern Waag war von 2013 -2016 festes Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar. Seither ist er freiberuflich t\u00e4tig. In dieser Spielzeit \u00a0wirkt er in Chemnitz im gesamten &#8222;Ring&#8220; mit.<\/p>\n<p>Waag f\u00fchrte bereits \u00fcber 140 Opernpartien auf. Er arbeitete mit Regisseuren wie J\u00fcrgen Gosch, Elisabeth St\u00f6ppler, Claus Guth, Jossi Wieler und Vera Nemirova und war bisher schon in sieben Neuinszenierungen des &#8222;Ring&#8220; als Alberich und Gunther zu erleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Norwegen geboren studierte Waag zun\u00e4chst Gesang Dirigieren Musikwissenschaft und Philosophie. Von 1979 bis 1981 war er Kulturredakteur beim Morgenbladet der \u00e4ltesten Tageszeitung Norwegens. 1981 wurde er Meistersch\u00fcler von Dietrich Fischer-Dieskau und Ernst Haefliger. 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