{"id":818,"date":"2019-03-06T16:58:28","date_gmt":"2019-03-06T15:58:28","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/unimus\/?page_id=818"},"modified":"2019-03-06T16:58:28","modified_gmt":"2019-03-06T15:58:28","slug":"bohuslav-matousek","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wp.uni-koblenz.de\/unimus\/kuenstler\/bohuslav-matousek\/","title":{"rendered":"Bohuslav Matou\u0161ek"},"content":{"rendered":"<p>Bohuslav Matou\u0161ek ist Professor f\u00fcr Violine an der Prager Akademie der Musischen K\u00fcnste sowie an der Br\u00fcnner Jan\u00e1\u010dek-Akademie der Musischen K\u00fcnste. Er wurde in B\u00f6hmen, Havl\u00ed\u010dk\u016fv Brod, geboren. Seine Violin-Ausbildung begann er bereits Im Alter von f\u00fcnf Jahren in der Klasse von Prof. Zden\u011bk N\u011bmec und gewann mehrfach erste Preise im staatlichen Jaroslav-Koci\u00e1n-Violinwettbewerb, wie auch den 1.Preis im Radio-Wettbewerb f\u00fcr die Interpretation zeitgen\u00f6ssischer tschechischer Musik.<\/p>\n<p>Nach dem Abitur setzte er seine Studien an der Musikakademie in Prag bei Prof. Jaroslav Pekelsk\u00fd und sp\u00e4ter bei Prof. V\u00e1clav Sn\u00edtil fort. Acht Jahre lang nahm er teil an Meisterkursen von Arthur Grumiaux und Nathan Milstein. in Z\u00fcrich. 1970 erhielt er beim Internationalen Violinwettbewerb Tibor Varga in Sion (Schweiz) den Preis der Jury und zugleich ein Stipendium, das ihm ein Studium Wolfgang Schneiderhan in Luzern erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Schon mit 21 Jahren trat er zum ersten Mal beim Internationalen Festival Prager Fr\u00fchling auf; er spielte Dvo\u0159\u00e1ks Violinkonzert mit der Tschechischen Philharmonie unter Lovro von Mata\u010di\u0107. Zwei Jahre sp\u00e4ter erhielt er den 1.Preis beim internationalen Wettbewerb dieses Festivals.<\/p>\n<p>Dies brachte ihm zwar viele Angebote zu Auftritten im Ausland ein, auf Grund seiner Einstellung zum damaligen Regime konnte der junge K\u00fcnstler jedoch \u00fcber Jahre keines davon antreten. Als die Auftrittsm\u00f6glichkeiten auch im Inland immer sp\u00e4rlicher wurden, sah er sich sogar gen\u00f6tigt, eines seiner Meisterinstrumente zu verkaufen. Im Jahr 1977 erfolgte dann die genehmigte Einladung des Yoimuri Nippon Symphony Orchestra, das ihm viele Impulse zur k\u00fcnstlerischen und pers\u00f6nlichen Entwicklung gab. Die folgenden zweieinhalb Jahre brachte er als Konzertmeister und Solist in Tokyo zu und spielte unter der Leitung von vielen weltbekannten Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Kurt Masur, Zubin Mehta, Leonard Bernstein, Mstislav Rostropowitsch, Dmitrij Kitajenko, Genadij Roschdestwenskij eine Reihe von Violinkonzerten.<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr aus Japan 1980 trat er als Primarius ins Stamic-Quartett ein, in dem er 15 Jahre wirkte. Das Quartett erarbeitete in dieser Zeit im In- und Ausland an die 60 Einspielungen, zwei davon wurden mit der begehrten internationalen Auszeichnung Grand Prix du Disque de l&#8217;Acad\u00e9mie Charles Cros ausgezeichnet. Seither widmet sich Bohuslav Matou\u0161ek seiner Laufbahn als Solist und Kammermusiker und wirkt auch als P\u00e4dagoge. In der Kammermusik konzertiert er mit dem Gitarristen Petr Seidl, er ist Mitglied des Anton\u00edn-Dvo\u0159\u00e1k-Klaviertrios und des Bohuslav-Martin\u016f-Klavierquartetts und k\u00fcnstlerischer Leiter von Oktett und Sextett der Tschechischen Philharmonie.<\/p>\n<p>Schon seit seiner Studienzeit arbeitet er mit dem Pianisten Petr Adamec zusammen. So nahmen sie u.a. das gesamte Werk f\u00fcr Violine und Klavier von Bohuslav Martin\u016f auf CD auf. Dieses Projekt war international und brachte ihnen u.a. die Ernennung zur Einspielung des Jahres 2000 durch die amerikanische Internetzeitschrift Classics Today ein und den Cannes Classical Award in der Kategorie \u201eKammermusik des 20 Jahrhunderts\u201c auf der Musikmesse MIDEM 2001 in Frankreich. Ausserordentliches internationales Interesse fand auch die Einspielung auf vier Cds, die das gesamte Werk von Bohuslav Martin\u016f f\u00fcr Violine \/ Viola und Orchester vereint. Die einzelnen Einspielungen entstanden 2001-2005, begleitendes Orchester war die Tschechische Philharmonie unter Christopher Hogwood. Die Gesamteinspielung erhielt mehrfach internationale Auszeichnungen, u.a. den Gramophone Choice.<br \/>\nBohuslav Matou\u0161ek ist einer der wenigen Preistr\u00e4ger der Silbermedaille der Stiftung Bohuslav Martin\u016f, in einer Reihe u.a. mit Rafael Kubel\u00edk, Rudolf Firku\u0161n\u00fd, Christopher Hogwood, Sir Charles Mackerras oder Magdalena Ko\u017een\u00e1.<\/p>\n<p>\u00a9 Bohuslav Matou\u0161ek<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bohuslav Matou\u0161ek ist Professor f\u00fcr Violine an der Prager Akademie der Musischen K\u00fcnste sowie an der Br\u00fcnner Jan\u00e1\u010dek-Akademie der Musischen K\u00fcnste. Er wurde in B\u00f6hmen, Havl\u00ed\u010dk\u016fv Brod, geboren. 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